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Dienstag, 07. Februar 2006, 11:51 Uhr

O’ Hara kann über Muslime nicht lachen

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Mit gewichtigen Worten hat sich O’ Hara heute zur aktuellen Weltlage geäußert. Da der volle Wortlaut allen Wanderern als E-Mail vorliegt, hier die wichtigsten Passagen der königlichen Verlautbarungen:

„Das lustige Wortspiel mit der nicht anders zu erwartenden Reaktion des typischen, teilnahmslosen Deutschen ist bei Licht betrachtet eigentlich gar nicht (mehr) zum Lachen. Wenn anderenorts ohne jegliche Konsequenz zum Mord an Deutschen aufgerufen wird, sind wir schon weit gekommen. Für ein gedeihliches Miteinander der Kulturen auf dem Boden der BRD ist der Boden bestens bereitet. Den 20.000 Straftätern in Damaskus hätte nur ein geschickter Demagoge den Aufruf zum ,Heiligen Krieg‘ zukommen lassen müssen – ein Großteil wäre ohne Zögern und ohne Nachdenken losgezogen.

Die streitigen Cartoons, über die unsereins wohl eher schmunzeln kann (bei allem Respekt vor der Auffassung und den religiösen Gefühlen anderer), sind in Dänemark und Norwegen, nicht aber in Syrien, im Libanon bzw. in Afghanistan gezeigt worden. Es scheint mir, als hätte man dort dankend einen Aufhänger gebraucht, gesucht und gefunden. Gegen die völkerrechtswidrige Inhaftierung von Verdächtigen auf Guantamo durch unsere amerikanischen Freunde hat im Übrigen keiner dieser fanatischen Moslems eine auch nur annähernd vergleichbare Aktion gestartet.“


Der König würde die Thematik gerne bei einem der nächsten Herrenwanderer-Treffen ausführlich diskutieren. O-Ton O’ Hara: Entweder bei Feierlichkeiten anläßlich der zu erwartenden Genesung von Mr. Thumb samt post-operativem Härtetest der Gallenblase oder ggf. auch beim„Meister des Blend-Huhns“.

Kommentare:

Joe, Dienstag, 07. Februar 2006, 11:59 Uhr

Tja, lieber O' Hara, da hast Du ja – ganz entgegen Deiner sonstigen Art – mal ein richtig nachdenkliches und ernstes Thema angesprochen. Da ich gerade eben die Spätnachrichten gesehen habe, kann ich Dir nur beipflichten, dass die Bilder beunruhigend und für mich von der Sache her unverständlich sind. Wie kann man auf eine solche Sache wie diese Cartoons nur so vollkommen unverhältnismäßig und bar jeder Relation reagieren? Ich verstehe diese Menschen nicht und kann nur sagen, dass mir von allen Religionen der Islam angesichts der Fanatiker und Eiferer, die er hervorbringt, am verhaßtesten ist. Eine Lösung für das, was sich da momentan abspielt, habe natürlich auch ich nicht parat. Hoffen wir, dass die Staubtreter sich wieder beruhigen.

 

Webmaster, Dienstag, 07. Februar 2006, 16:10 Uhr

Tja, lieber O' Hara, da hast Du ja – ganz wie es Deine Art ist – wieder mal ein richtig nachdenkliches und ernstes Thema angesprochen. Ich kann Dir in großen Teilen zustimmen, aber für mich zeigt das Ganze auch eines: In anderen Kulturen gibt es noch Grenzen, in unserer Spaßgesellschaft hingegen ist Polen (oder die Hose?) schon seit langem offen. Womit ich den Ausschreitungen nicht das Wort reden möchte ...

 

Schoko, Dienstag, 07. Februar 2006, 17:14 Uhr

Nee, nee, natürlich nicht, aber ein gewisses Verständnis für die aufgewühlte Psyche ... Frank!!!! Wach auf!!! Hier wird Einschüchterung betrieben. Das hat mit Religion in dem Sinne, wie wir sie verstehen, nix mehr zu tun und wir müssen uns wehren gegen diese „Kultur“, die wir nicht verstehen und die uns auch nicht versteht, im Gegensatz zu uns aber auch gar nicht verstehen will. Wenn wir da jetzt nicht mit einer Null-Toleranz-Politik gegenhalten, dann fürchte ich, werden wir noch erleben, wie unseren Töchtern der Schleier aufgezwungen wird!

 

Thumbmaster, Dienstag, 07. Februar 2006, 22:14 Uhr

Fanatiker sind gefährlich, und gegen militante Fanatiker muss sich der Rest der zivilsierten Welt entschieden und kompromisslos zur Wehr setzen! Jedoch: Meinungsfreiheit endet da, wo ich den anderen beleidige. Die Identifikationsfigur der gläubigen Muslime in den Dreck zu ziehen, kann nicht durch die Pressefreiheit legitimiert werden! Außerdem sollten wir uns – trotz aller Wachsamkeit gegenüber Besorgnis erregenden Tendenzen – nicht derart von den Medien manipulieren lassen! Während ca. 68 Millionen Iraner beispielsweise einen langweiligen Montag verbracht haben dürften, haben 200 die dänische Botschaft versucht anzugreifen, konnten aber von der iranischen Polizei im großen und ganzen daran gehindert werden. Die Aktionen der 200 Militanten werden in den Medien gezeigt und gezeigt und gezeigt, bis wir glauben, dass das Außergewöhnliche das Normale wäre. Presse funktioniert nämlich so: „Hund beißt Mann“ interessiert keinen, „Mann beißt Hund“ dafür umso mehr! Bedenklich wird’s jedoch dann, wenn wir beginnen zu glauben, dass Männer Hunde beißen! Und sollten Eure Töchter irgendwann mal in der Schule einen Schleier tragen müssen, dann mach’ ich den Flugschein, such’ mir die prächtigste Moschee in Deutschland, und dann ... versprochen, Glaubensbrüder!

 

TanzmusikMaster, Mittwoch, 08. Februar 2006, 05:51 Uhr

Zum Thema „Schleier“ vgl. bereits Bill Ramsey (ca. 1958): „Die Zuckerpuppe aus der Bauchtanztruppe“. Sorry, es musste mal wieder ein flacher Beitrag ’rein ...

 

Schoko, Mittwoch, 08. Februar 2006, 08:34 Uhr

Danke, Jürgen, für das Angebot – noch Narkoseüberhang, oder schon wachen Geistes? Teilweise geb’ ich Dir recht, aber in einigen Ländern ist es ja wohl gelungen, die Botschaften zu stürmen und zu zerstören und es war die Rede von 5000 „Demonstranten“, und eine Entschuldigung der Regierungen für die nicht nur seelischen Verletzungen ausländischer Unbeteiligter steht meines Wissens auch noch aus. Um es mal klar zu sagen: Ich persönlich hätte die Zeichnungen nicht angefertigt, aber ich lasse es niemandem verbieten. Also: Null-Toleranz!

 

Webmaster, Mittwoch, 08. Februar 2006, 09:00 Uhr

Null-Toleranz haben die anderen auch. Nur weiter so ...

 

Webmaster, Mittwoch, 08. Februar 2006, 10:03 Uhr

Ich will die Sache nicht unnötig anheizen, denn ich kann alle Beteiligten durchaus verstehen, aber sind Euch in dem Cartoon auch die Schmierereien auf den Bänken aufgefallen? Das sind auch Zeichen unserer Kultur, Ausdruck der Werte unserer Jugend ... und Zeichnungen, die ich nun wieder SEHR STRIKT verbieten würde.

 
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