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Mittwoch, 29. März 2006, 09:20 Uhr
Kaiser Franz:„Zensur – na klar!“
Am letzten Mittwoch vor dem Länderspiel gegen die USA: Moderator Johannes B. Kerner im Gespräch mit unser aller Lichtgestalt Franz Beckenbauer.
Kerner: Der DFB hat hier im Umfeld des Stadions versucht, missliebige Transparente zu unterbinden. Halten Sie das für ’ne gute Idee?
Beckenbauer: Halte ich schon, ja. Weil die stören. Sie werden aufgenommen. Diese Bilder gehen nicht nur in Deutschland um die Welt, sage ich, sondern sie gehen wirklich um die Welt.
Kerner: Aber es ist schon Zensur auch ...
Beckenbauer: Ja. Macht aber nix! Wir sind jetzt in einer besonderen Situation. Die Mannschaft ist heute gefordert – und endlich so ein bisschen Ruhe in die ganze Geschichte kommen zu lassen. Da ist alles, was stört, denke ich, sollte vermieden werden.
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Kommentare:
O�Hara (3. Justitiar der Herrenwanderer), Donnerstag, 30. März 2006, 17:40 Uhr
Kaiserliche Geographie: "Denn heute (ge)hört uns Deutschland und morgen die ganze Welt" (mdl. überliefert). Und was die Zensur betrifft: Natürlich hat der Kaiser (wie immer) Recht. Der DFB als privater Verein - wenn auch kaiserlicher Hofstaat in Personalunion - macht bei der Beseitigung der Plakate nur von seinem Hausrecht Gebrauch (Aktion "Saubere Stadien"). Von Zensur - als einem gegen die Meinungsfreiheit verstoßenden "staatlichen" (!) Eingriff - kann natürlich keine Rede sein. Die gleiche Befugnis zur Beseitigung von Pamphleten (oder heißt es: Pamfläht?) kommt nebenbei auch Fachärzten zu, wenn beispielsweise vor ihrer Haustür ein Plakat aufgehängt würde mit der Aufschrift: "Demnächst Blähhuhn Phest phür Herrenwanderer"...