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Montag, 25. September 2006, 13:06 Uhr

Vroni-Nachlese vom Tourmaster

Akribisch hat Tourmaster O’ Hara die Herrenwanderung 2006 zusammengefasst – in Tagesabschnitten von jeweils weniger als 1.500 Zeichen:

Donnerstag
Auf zur Vroni! Die in den unausgesprochenen Phantasien der Wanderfreunde verborgenen Erwartungen (eine Wirtin, blond; zwei Töchter, blond, brünett) begleiteten die Herrenwanderer auf der im Zangenangriff durchgeführten Anreise. Während die Gruppe SchokoDoc (2 Pers.) aus Kassel in fünf Stunden bequem durchfahren konnte, vergnügten sich die verbliebenen Freunde unter Führung des Webmasters und mit dem„Head of Infotainment Europe“ an Bord mit einem lustigen Schlock-Suchspiel. Die Lösung gab es via Handy vom gut vorbereiteten Adress-Spender O’ Hara. Dennoch ziemlich ordentliche und zeitnahe Ankunft auf dem Hof der Wirtin, der aktuell allerdings eine Stätte der Trauer war, denn Tochter Daniela (23) hatte den langjährigen, vierbeinigen Weggefährten Bubi (15) zwei Tage zuvor platt gefahren. Alsbald gemeinsamer Marsch„over the hills“ zum Hirschen (mit gleichnamiger Reportage eines Gerichtsfalles). Vor Ort gerechtes Verteilen des einzigen Schweinebratens an den Webmaster; der hierdurch mutmaßlich aufgekommen Ärger wurde mit sechs Obstlern quittiert. Allgemeine Heiterkeit und back home gegen 23 Uhr.

Freitag
Wecken gegen 7 Uhr. Die Unterbringung in den Quartieren Dachboden rechts und links (je vier Mann) ging in Ordnung. Gerechte Badbenutzung der Gruppe rechts (Titte, O’ Hara und Schoko: je 5 Min; van B.: 45 Min.). Sodann Frühstück ab 8 Uhr. Bereits am Vortag erfolgte die höchstnotpeinliche Befragung der Wanderer durch Vroni nach Vorname und Beruf. Den Sozialarbeiter konnte sie sich am besten merken. Eben dieser brachte den TourMaster zum Schwitzen, als er notorisch danach fragte, wie lange denn nun noch Zeit bestünde, um sich den bereits 2003 (Baunhöller Mühle) erwähnten Langzeitsitzungen hinzugeben. Sodann Marsch zum Weißensee (3 km), Drittelumrundung (1,5 km), Aufstieg zur Salober-Alm (3 km) auf nicht kartierten Weg (wie sollte es auch sonst sein). Daselbst gegen Ausrufung des Vornamens Hochzeitssuppe u.ä. zur Stärkung. Wäschewechselorgie vom Thumb, der den T-Shirt-Changing-Expert Joe in Vergessenheit geraten ließ („natürlich wechsele ich auch die Unterhose, nur dann fühle ich mich wieder richtig frisch!“). Weiter zum und um den Alat-See (3,5 km) – kurzer Genuss des Sonnenscheins, dann ab zum Wiesbauer (keine Haxen, aber Kaffee und Kuchen in recht steriler Atmosphäre); gegen 17 Uhr erschöpft zurück zu Vroni. Abends gemütlichstes Beisammensein in der (neuen) Käse-Alp. Nach dem„Habemus Blähhuhn“ des Jahres 2005 setzte der Oralsenisibilist Thumb mit der„Schnellficker-Hose“ noch einen drauf!„Otze aber auch, nochmal!“ Weniger Schnäpse als am Vortag, dennoch gute Grundstimmung und Betreuung durch Claudia (!).

Samstag
Kein Tag der„suizidalen Verrückheiten“! Zunächst mit dem WiWaRou nach Pfronten, wo das fehlende Schild zum Tannheimer Tal mit einer kurzfristig gesperrten Brücke erklärt wurde. Spontane Umbuchung der Tour (Aufsteig via Seilbahn mit der Breitenberg-Bahn (11,50 €). Den Aufsteig auf den Aggenstein mussten W.W. (Bauchweh) und Schoko (gefühlte Hypochondrie) mit gequältem Lächeln absagen („Wir gehen dann gleich zur Hütte“). Die anderen (inkl. Bushido) mutigst weiter – immer mit den mahnenden Worten unseres Absens-Japaners im Ohr („Kamikazo, ergo sum“). Den Gipfel erreichten indes nur die Besten (Schlock the Cat, Titte und der im Vergleich zum Vorjahr um 14 kg leichtere König a.D.). Thumb, Bushido und Drückeblähnder ließen die losen Ketten unergriffen hängen. Auf der Kissinger Hütte große Freunde über das (unerwartete) Wiedersehen mit Dr. Schoko und W.W., die auf anderem (nicht ganz so steilem) Weg den Aufstieg gewagt hatten und so das gemeinsame Genießen einer herrlichen Atmosphäre möglich machten. Abstieg durch die Reichenbachklamm – sodann ein Eis zur Belohnung. Anschließend zwei Stunden Lesepause und im Anschluss in die Brauerei Maria-Hilf mit einer der Gruppe unverständlicher Weise nicht zugeneigten Bedienung (Zicke!). Zur besseren Gestaltung des Abends noch in die Käse-Alp mit Wiedererkennen der o.g. Hose („Jo mei, di nehm’ i soga mit ins Bett!“). Heimkehr rechtzeitig zu Florian Silbereisen und der Hitparade der Volksmusik (mit Mireille Mathieu, Heino, pp.). Bis heute ist nicht geklärt, wie das passieren konnte (Ausnahme: TV-Sucht-Patient van B.). Irgendwann sind alle eingeschlafen.

Sonntag
Time to get home! Frühstück wie gehabt. Landatmige Photosession mit diversen Teilnehmern (vier aktiv; acht passiv, Special Guest: Vroni). Taktische Polit-Höchstleistung des Vertretungs-Japaners Titte, der seinem Wanderfreund Joe (Schleimer!) die Tourorganisation 2007 zugeschanzt hat. Statt eines Ten-Years-After-Alpenglühens mit Nachbrenner gibt es nach ersten Ausschreibungen nur eine„Soft-Walk & Creep Combination“ im Frank(sic!)en Flachland. See what happens ... Der anschließende Heimweg wieder mit fast schon obligater Schlock-Sequenz (offensichtlich hätte man doch ein Navi gebraucht). Immerhin: Keine Verletzten, kein Zoff, angenehmes Gesamtbefinden. Ein Dank des TourMasters an die folgsame Truppe!

Kommentare:

Schoko, Dienstag, 26. September 2006, 13:54 Uhr

Brillante Schilderung, der fast nix hinzuzufügen ist. Außer vielleicht der Sache mit den versehentlich reservierten zehn Schweinshaxen, die mittlerweile wohl als Gammelfleisch nach Hessen exportiert wurden ...

War eine Pfunds-Tour, und wir werden uns noch lange daran erinnern. Helfen würde hier natürlich die fotodokumentarische Aufarbeitung unseres Ausfluges, aber bislang habe ich nur von Bushido (!) eine CD mit den Fotos erhalten. Oder haben die anderen sie alle aus alter Gewohnheit an den Webmaster geschickt?

 

Webby, Mittwoch, 27. September 2006, 06:28 Uhr

Ein Lob dem Tourmaster für diese brillanten Worte. Der Schilderung des ersten Abends darf ich noch folgendes hinzufügen: „Vroni, leuchte Dein Licht (clap hands - 2x) / Wenn der Hafer Dich sticht (clap hands - 2x) / und der Hund sich erbricht (clap Hands continued) / fürchte Dich nicht“ ... oder so ähnlich. Und die Äußerung von van B., der – auf dem Nachhauseweg im Angesicht zweier Wanderfreude, deren Gesichter vom Abglanz ihrer Handy-Displays erleuchtet wurden – trocken bemerkte: „World gone wrong“. Und dann – wie Schoko schon richtig sagte – die „Grenzen der Mediation“, die dem Tourmaster während eines Gesprächs mit dem „Wiesbauer“ = „Miesbauer“ aufgezeigt wurden. Und vielleicht noch die Auftaktbemerkung von Wolfgang, unmittelbar vor der Abfahrt am Ärztehaus: „Wo geht's eigentlich hin?“. Das war auch sehr schön und sollte nicht in Vergessenheit geraten.

Was die CDs angeht: Ich habe tatsächlich von Schlock eine CD erhalten. Zabel schweigt hingegen. Das wäre ja nicht weiter schlimm, aber er könnte sozusagen im Rahmen seines Schweigens auch eine CD auf den Weg bringen. Gerne an den Schoko-Doktor, der dann eine sorgfältige Auswahl der Bilder treffen wird.

 

WW, Mittwoch, 27. September 2006, 18:05 Uhr

CDkommtnochdieseWoche.

 

TourMaster, Donnerstag, 28. September 2006, 02:00 Uhr

Der Schweiger wieder - wie stets gekonnt, mit einem Wort. Und einen Dank an den MemoryMaster, der noch einige Essentilia („Vroni, you can light my fire“) nachgereicht hat. Ich bin auf die Bilder gespannt ...

 

Webby again, Donnerstag, 28. September 2006, 06:18 Uhr

Hab' noch was gaaanz Wichtiges vergessen: O' Hara schwärmt am zweiten Wandertag vom „Haus der Geschichte“ in Bonn. Bushido daraufhin in seiner unnachahnlichen, fast Silbereisen-haften Art: „Ich guck' lieber SpongeBob!“

 

Thumbmaster, Donnerstag, 28. September 2006, 16:29 Uhr

Und ich möchte auch noch an den Rastplatz erinnern, den WW zur ersten Pinkelpause auf der Hinfahrt angefahren hat ... ein echt idyllisches Fleckchen Erde! Ansonsten: „Es war ’ne geile Zeit, uns war kein Weg zu weit, lalalalalala ...“

 

TourMaster 2006, Freitag, 29. September 2006, 04:15 Uhr

Ich hab auch noch was vergessen: Euch zu erklären, dass so ein 4-Tage-Bericht ganz einfach zu schreiben ist. Man schaut einfach in der „Wanderfibel“ 2005 nach, ersetzt „Leisel“ durch „Vroni“, „Wildschwein“ durch „Schweinebraten“ und „Regenwetter“ durch „Sonnenschein“ – schon fertig! Außerdem kann man nachlesen, dass van B. anläßlich des „Habemus“-Ausspruchs echt versprochen hat (!), alle Herrenwanderer zu einem Blähhuhn-Abend einzuladen. Kann ja mal ein bisschen in Vergessenheit geraten. Außerdem wird ja kaum daran erinnert ;-). Aber, lieber Stevie B.: „Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen!“ ... oder?

 
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