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Dienstag, 20. März 2007, 14:11 Uhr

Arnold mag am liebsten grüne Hummer

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Luxusautos mit Öko-Antrieb, ein Ende des Irak-Einsatzes, überparteiliche Zusammenarbeit statt ideologischer Konfrontation: Kaliforniens Gouverneur Schwarzenegger fordert im SPIEGEL-Gespräch eine radikale Kurswende. Sie dürfte Parteifreunden und dem Präsidenten Schwierigkeiten bereiten. Hier einige Auszüge aus dem durchaus erhellenden Interview:

SPIEGEL: Herr Gouverneur, vor nicht allzu langer Zeit haben Sie gleich mehrere spritfressende Monsterautos vom Typ„Hummer“ besessen. Jetzt sind Sie der„Grüne Gouverneur“ und scheinen die nicht mehr zu fahren. Stimmt das Gerücht, dass Sie Ihre Flotte verkauft haben?

Schwarzenegger: Ich kaufe und verkaufe regelmäßig Autos, aber ich pflege keine Flotten zu kaufen oder zu verkaufen.

SPIEGEL: Also besitzen Sie Ihre Hummer noch? Für jemanden, der die Umwelt schützen möchte, ist das doch nicht das ideale Fahrzeug, oder?

Schwarzenegger: Das sind keine gewöhnlichen Hummer. Einen habe ich von General Motors zu einem Geländewagen mit Brennstoffzellen-Antrieb umrüsten lassen. Dieser Hummer ist einzigartig auf der ganzen Welt. Einen anderen habe ich auf Biogas umstellen lassen. Dabei kann ich selbst diese Wagen gar nicht mehr fahren, denn seit ich Gouverneur bin, werde ich vom staatlichen Sicherheitsdienst chauffiert. Meine Hummer bleiben in der Garage.

SPIEGEL: Ist das der neue kalifornische Traum: Tue Gutes, ohne auf Luxus zu verzichten? Kann man verschwenderisch und sparsam zur gleichen Zeit sein?

Schwarzenegger: Ja, das ist doch das Phantastische. Erst kürzlich haben wir von BMW einen Luxuswagen aus der 7er Reihe mit einem Wasserstoff-Antrieb bekommen. Wir sind die Ersten im Land. BMW hat 100 davon gebaut und verteilt sie jetzt an Meinungsmacher, Stars und Prominente. Wenn diese Leute mit den Autos herumfahren, verbreitet sich die Idee, dass es cool ist, ein Auto mit Wasserstoff zu fahren. Wir müssen das Auto eben nicht kleiner machen. Nein, wir müssen sagen: Behaltet euer Luxusauto!

SPIEGEL: Solange Ökologie nicht wirtschaftliche Opfer bedeutet, scheinen Sie sich wohl zu fühlen, wenn Sie als "Grüner Gouverneur" gefeiert werden.

Schwarzenegger: Großartig, ich mag das. Bei meinem Wahlkampf im vorigen Jahr war alles grün, damit ich die Botschaft auch vermitteln konnte. Ich habe eine Pressekonferenz gehalten mit dem Pazifik im Hintergrund, und ich habe gesagt, dass diese Ölstationen dort draußen irgendwann nicht mehr da sein werden. Denn wir wissen inzwischen, dass Umweltverschmutzung kontraproduktiv ist und dass wir uns selbst umbringen durch den Klimawandel.

Kommentare:

O�Zafira, Mittwoch, 21. März 2007, 04:05 Uhr

Endlich - die Quadratur des Kreises! Ein 750 iL, Daimler Double Six oder S 600 mit nur 3 Liter Bio-Diesel und 1 Ramazotti auf 100 km ... damit man Träume noch leben kann.

 

Christian Str�bele, Mittwoch, 21. März 2007, 07:52 Uhr

Großartig, ich mag das. Bei meinem Wahlkampf im vorigen Jahr war alles grün, damit ich die Botschaft auch vermitteln konnte.

 

Thumbmaster, Mittwoch, 21. März 2007, 22:18 Uhr

@Christian: Du, ich fand´s einfach irgendwie supi, dass wir uns ´mal wieder irgendwie austauschen konnten, Du ...

 
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