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Dienstag, 06. November 2007, 07:27 Uhr

Die Gans: Federvieh mit Geschichte

Die Martinsgans hat ihren Ursprung in einer Episode aus dem Leben des heiligen Martin. Als man Martin zum Bischof von Tours ernennen wollte, versteckte er sich in einem Gänsestall, da er sich dem Amt nicht gewachsen fühlte. Die Gänse schnatterten jedoch so laut und verrieten ihn. Als„Strafe“ werden daher an seinem Gedenktag die Gänse verspeist.

Fakt ist aber, dass der November der Schlachtmonat war, mit welchem früher das Bauernjahr zu Ende ging. Sogar im alten norwegischen Runenkalender und im Tiroler Bauernkalender war der November mit einer gemalten Gans bezeichnet.

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Bereits 2500 Jahre v. Chr. wurden Enten und Gänse als Haustiere gehalten und gemästet, wie die Reliefs vieler ägyptischer Gräber belegen. Die Germanen schätzten die Gans zum einen als Haustier aufgrund ihres köstlichen Fleisches und ihres Fettes, zum anderen schützten sie sich mit den Daunen gegen Kälte und benutzen den Federkiel zum Schreiben.

Kurioserweise stammt aus England die Sitte der Weihnachtsgans. Königin Elisabeth I. wurde am Heiligen Abend eine Gans aufgetischt, als die Nachricht vom Sieg über die spanische Armada eintraf. Zur Erinnerung an diesen Tag wurde die Gans zum triumphalen Festbraten.

In Osteuropa, besonders in Polen, sind Gänse weit verbreitet und von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Bis heute steht in zwei Dritteln deutscher Haushalte an Weihnachten traditionell die gebratene Gans auf dem Menüplan. Und bei den Herrenwanderern sogar zehn Tage vorher!

Kommentare:

Bruder Martin, Dienstag, 06. November 2007, 14:17 Uhr

Maaahlzeit!!

 
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