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Mittwoch, 30. Januar 2008, 14:16 Uhr

Trotz Wippich-Verdikt: Koch will bleiben!

Klares Votum gegen Roland Koch: Nicht nur der Seligenstädter Richter Joe Weider Wippich, sondern auch die deutliche Mehrheit der Hessen fordert laut einer neuen Umfrage, dass der CDU-Wahlverlierer als Ministerpräsident aufhören soll. Der denkt gar nicht dran – und bekommt jetzt Tipps von der CSU, eine Jamaika-Koalition einzugehen.

Die hauchdünne Mehrheit von Roland Koch bei der Landtagswahl reicht nicht – der Ministerpräsident muss aus Sicht der meisten Hessen (allen voran Weider Wippich) und anderen Deutschen weg: Das ergibt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv. Gemeinsam mit Richter Joe Weider Wippich finden 60 Prozent der Hessen, er solle sein Amt aufgeben. Lediglich 32 Prozent – nicht jedoch Weider Wippich – sind der Ansicht, Koch solle im Amt bleiben.

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Auch im Rest der Bundesrepublik schwindet der Rückhalt für den CDU-Politiker: Laut der Umfrage wünschen sich – wie Weider Wippich – 50 Prozent aller Deutschen einen Rückzug von Koch. Nur rund ein Drittel der Bundesbürger (35 Prozent) ist für eine Amtsfortführung. Unter den Unionsanhängern, zu denen sich eigentlich auch Weider Wippich zählt, sind 63 Prozent für ihn – und immerhin auch 29 Prozent gegen ihn.

Koch ringt derzeit – trotz der massiven Einwände von Richter Weider Wippich – um die Bildung einer neuen Regierung ... wobei die Lage immer noch völlig unübersichtlich ist. Der ehemalige CSU-Generalsekretär Markus Söder hat heute eine neue Debatte über eine Koalition aus CDU, Grünen und FDP entfacht:„Eine solche Jamaika-Koalition in Hessen fände ich nicht uninteressant“ sagte Söder der„Berliner Zeitung“. Die Grünen müssten sich fragen, ob sie demokratiefähig seien, wenn sie das ablehnten. Bei Weider Wippich stieß das nur auf Empörung!

Kommentare:

Joe, Mittwoch, 30. Januar 2008, 14:29 Uhr

Ja, momentan überschlagen sich die Headlines ja geradezu! Habe eben erst einen Beitrag zum letzten Titel gepostet.

Zu obigem Artikel sei lediglich noch bemerkt, daß keineswegs Richter W.-W. allein diese Einwände hat, sondern ganz offenbar die Mehrheit des Souveräns (Für die Nicht-Staatsrechtler: der oberste Souverän in einer Demokratie, so wie wir sie kennen, ist seit Rousseau und der französischen Revolution das VOLK)

 

O�Hara, Mittwoch, 30. Januar 2008, 14:46 Uhr

Oh je - Joe hat heimlich den "Gesellschaftsvertrag" von J.J.Rousseau gelesen. Hätte er mal ein Auge auch auf die hessische Verfassung geworfen: Da steht nämlich drin, dass der Ministerpräsident durch Wahl vom Landtag (= repäsentativer Souverän) und nicht aufgrund einer (nachträglichen) forsa-Umfrage erkoren wird. Ganz klar sind Versäumnisse und Defizite einzuräumen. Ungeachtet aller zulässigen Kritik: Warum wurde er denn nicht von den 60% "abgewählt", Ihr Demokraten?

 

Roland Koch, Mittwoch, 30. Januar 2008, 15:05 Uhr

Was sollen diese Verleumdungen? Ich bleibe Ministerpräsident, denn ich habe einen klaren Wählerauftrag.

 

O�Hara, Mittwoch, 30. Januar 2008, 16:15 Uhr

Der eine Diskutant hält seinen Mittagsschlaf und der andere Dialogpartner hebt sich selbst empor - das führt auch nicht weiter. Wenn das Georg August Zinn (MP Hessen 1962 und 1966 - "Hessen vorn!") noch erlebt hätte...

 

Zinn, Mittwoch, 30. Januar 2008, 17:24 Uhr

Jetzt lassen Sie mal den Koch in Ruhe!

 

O�Hara, Mittwoch, 30. Januar 2008, 17:37 Uhr

Mit Euch ist echt kein Staat zu machen.

 

Roland K., Mittwoch, 30. Januar 2008, 21:27 Uhr

Der Staat bin ich!!

 

Gauleiter Gruppe S�d, Mittwoch, 30. Januar 2008, 21:41 Uhr

Heil mein Führer

 

Oberlehrer Dr. Brett (Feuerzangenbowle), Mittwoch, 30. Januar 2008, 22:34 Uhr

Jetzt geht´s aber ab - Herrenwanderer, aufgepasst.
a) Ein Ministerpräsident ist noch lange kein Sonnenkönig. Der in das Jahr 1665 zu verortende Ausspruch in einer Versammlung der französischen Stände: "L'État c'est moi", erfolgte i. Ü. auf dem Höhepunkt der (positiven) politischen Macht Ludwigs XIV.
b) Einen Gau "Gruppe Süd" gab es nicht, ebenso wenig einen entsprechenden Gauleiter. Die damit erkennbaren historischen Defizite unbeachtet lassend, handelt es sich bei dem letzten, persönlich an eine verstorbene Leitungsperson adressierten Eintrag rein semantisch resp. geschichtspolitisch gesehen, zumindest um den sprachlichen GAU schlechthin (vgl. § 86a StGB).
Ergo: Wir sollten es wieder mit Demokratie versuchen. Und das betrifft auch die Nicht-Koch-Wähler, die auch mit Blick auf den "Erdrutsch" bei der CDU erkennen sollten, dass die "bürgerliche Mitte" gegenüber rot-grün immer noch ein kleines prae an Stimmen hat. See what happens...

 

T. Al-Wazir, Mittwoch, 30. Januar 2008, 22:43 Uhr

... shit happens

 

Obersturmbandf�hrer E., Mittwoch, 30. Januar 2008, 22:56 Uhr

Schafft mir diesen nicht arischen grünen Kommunisten vom Hals.

Wir stehen zu RoKo - Kommunisten brauchen eine harte Antwort!

 

O�Hara, Donnerstag, 31. Januar 2008, 05:15 Uhr

Moin, Moin - Ihr Getriebenen. Es heißt natürlich "Obersturmbannführer", nicht - "band". Dieser bei SA und SS vorhandene Dienstgrad entsprach dem militärischen Rang eines Oberstleutnants (also etwa einem Batallionskommandeur). Nicht zu verwechseln mit dem "Oberstrumpfbandführer" - das war dann im damaligen Jargon eher ein erfolgreicher Charmeur. Es wird also selbst in den Kreisen der Herrenwanderer deutlich, wie wichtig die Fähigkeit zur korrekten Ausdrucksweise in der heimischen Sprache ist. Empfehle daher Besuche der entsprechenden Orthographie- und Geschichtskurse an einer VHS Ihrer Wahl. Ach ja - Und die erkennbar in Bezug genommene Person E. sollte mit Blick auf seine Funktion (ab 1939 Referatsleiter IV B 4 "Auswanderung und Räumung" im Reichssicherheitshauptamt:) und die eher unrühmliche Beendigung seines Nachkriegs-Arbeitsverhältnisses bei Daimler-Benz in Argentinien (mangels Auslieferungsabkommen erforderliche Entführung durch den israelischen Geheimdienst Mossad von dort nach Tel Aviv und Todesurteil 1961/62) m. E. nur noch begrenzt Erwähnung finden.

 

Schoko, Donnerstag, 31. Januar 2008, 07:37 Uhr

Bei aller witzigen Diskussion - ein wenig bin ich schon geschockt über das Unvermögen mancher, Realität und Interpretation auseinanderzuhalten. Also nochmal Joe: am Sonntag wurde niemand abgewählt, sondern es wurden Stimmen für Parteien bzw. Direktkandidaten abgegeben. Dabei erhielt RK zwar deutlich weniger Stimmen, als bei der Wahl vor 5 Jahren, aber immer noch mehr Stimmen als AY. Und die Regierung Hessens wird auch nicht nach einem Wahltrend bestimmt - ein Landtag ist ja schließlich keine Börse! Und warum AY ihre Mehrheit links nicht nutzen möchte halte ich auch für demokratisch höchst zweifelhaft!
So, das musste einfach mal raus, Joe! Ich kann nur hoffen, Deine Urteile am Arbeitsplatz sind weniger emotional geprägt!!!!

 

Joe, Donnerstag, 31. Januar 2008, 08:58 Uhr

www.spiegel.de:

CDU-Studie stellt Koch vernichtendes Wahlkampfzeugnis aus

Die Kampagne für ein härteres Jugendstrafrecht hat CDU-Wähler verärgert und vergrault - zu polarisierend ist Wortführer Koch aufgetreten. Zu diesem Ergebnis kommt ausgerechnet eine Wahlanalyse der CDU-nahen Adenauer-Stiftung

Berlin - Beobachter und Spitzenpolitiker hatten es vermutet: Die von Roland Koch angefachte Debatte um ein härteres Jugendstrafrecht ist für das Wahldebakel der CDU in Hessen verantwortlich. Ganze zwölf Prozentpunkte rutschten die Wahlergebnisse in den Keller; Spitzenkandidat Koch gewann nur mit einer hauchdünnen Mehrheit gegen die SPD.

@Schoko: Danke für die staatsrechtliche Aufklärung - hatte ich bislang wohl irgendwie nicht richig verstanden. Gut, daß Anästhesisten nicht nur vom Betäuben Ahnung haben.

 

Roland Koch, Donnerstag, 31. Januar 2008, 09:22 Uhr

Ich wiederhole: Ich habe einen klaren Auftrag der Wählerinnen und Wähler erhalten!

 

Webby, Donnerstag, 31. Januar 2008, 09:38 Uhr

Immerhin ist unser Joe jetzt politisch sehr engagiert und informiert sich permanent online. Ich kann mich an Zeiten erinnern (und die sind noch nicht allzu lange her), da hat er noch nicht mal die Tageszeitung gelesen. Oder war das alles ganz anders?

 

O�Hara, Donnerstag, 31. Januar 2008, 10:06 Uhr

@Joe - Du lässt nach mein Bester; die von Schoko so dankbar aufgenommene "staatsrechtliche Aufklärung" hattest Du schon unter "Wahlkampf light - 2. und 4. Eintrag" erhalten und rudimentär (unter Hinweis auf "Schröder 2002") kommentiert. Die Politik scheint Dir doch über den Kopf zu wachsen?!
@Schoko: AY, AY, Kaptain Koch!

 

Schoko, Donnerstag, 31. Januar 2008, 11:10 Uhr

@Webby: das war ein Monatsblatt, herausgegeben von Albert Busek!!
@King: Danke, aber ich war´s nicht!
@alle: wenn ich mir die fundierten Statements der Ministerpräsidentenaspirantin anschaue, dann bin ich doch froh, dass RK diesem Irrsinn ("mehr soziale Gereschtischkeit") zumindest einen zeitlichen Aufschub bereitet!

 

ww, Donnerstag, 31. Januar 2008, 18:25 Uhr

Ich schlage zur finalen Klärung der Gemengelage ein Herrenwanderer-Diskussionsforum mit Grillgelage in Königstädten Kohseestr.82 vor.
Termin zwischen 20.April und 10.Mai 2008.
bitte um Terminwünsche

 

O�Hara, Freitag, 01. Februar 2008, 02:52 Uhr

Prima Idee - schlage Donnerstag, den 1. Mai 2008 vor. Hoffentlich schon warm und die dann zurückliegenden 3 x 50 (Bushido, O´Hara und Joe) können - ungeachtet etwaiger individueller ergänzender Exzesse - in einem Aufwasch abgefeiert werden.

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