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Freitag, 07. März 2008, 17:19 Uhr

Andrea Yps.: "Isch bin dann mal weg"

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Dies konnte ja nun keiner ahnen. Eine Abgeordnete mit Gewissen. Dass es sowas noch gibt. Das "Mauer-Opfer-Kind" Dagmar M. aus D. lässt die designierte Ministerpräsidentin Hessens hängen. "Erst die Andrea Doria unn’dann isch", klagt die Gescheiterte. Hinter den Kulissen freut sich Jürgen Walter, der inside-Verlierer. Vor den Kulissen ist Ruhe und Verantwortung angesagt: Getreu der Verfassung wird RoKo die geschäftsführende Landesregierung führen. Spannende Wochen stehen uns bevor. Unklare Mehrheiten im Parlament, das Wissenschaftsministerium ohne Minister und O’Hara darf dabei sein. Wenn sich alle fürderhin vorsichtig umschleichen, die lautgewordenen SPD-Anhänger wieder leiser werden, die schweigenden CDU-ler wieder an Kraft gewinnen und die Liberalen bereits Ministerien verteilen. Und der wahre unabhängige Richter mittendrin. Kommt Jamaika? Wann gibt es Neuwahlen? Und: Wer wurde nun wirklich abgewählt? Was meinst Du, Joe? Ich bleibe für Euch am Ball!

Kommentare:

Joe, Freitag, 07. März 2008, 21:56 Uhr

Meiner bescheidenen Meinung nach - der ich bekennender Wechselwähler bin - ist der Wert eines Menschen wie der Abgeordneten Dagmar Metzger gar nicht hoch genug einzuschätzen.

Endlich (!) mal eine, die sich, ihren Grundsätzen und den vor der Wahl abgegebenen Versprechen treu bleibt. DAS ist es, was Deutschland VOR ALLEM ANDEREN wieder braucht: Moral und Tugenden, und Politiker, die zu dem stehen, was sie versprechen. Die einen geraden Rücken haben.

Hut ab vor dieser Dame.

Da könnte sich RoKo so manche Scheibe von abschneiden. Indes wird er bleiben, was er ist ... (check mal Deine Mails, habe Dir ein passendes Konterfei gesschickt).

 

Hessische Staatskanzlei, Freitag, 07. März 2008, 22:34 Uhr

Was kümmert es die deutsche Eiche, wenn sich ein Borstenvieh dran wetzt.

 

Webmaster, Samstag, 08. März 2008, 15:40 Uhr

Die Frage freilich bleibt: Wer ist hier die Eiche - und wer das Borstenvieh? Und warum schreibt sich Jürgen Walter nicht mit "h"?

 

Schoko, Samstag, 08. März 2008, 17:08 Uhr

Weil er in der falschen Partei ist! Und Borstenvieh: schaut Euch doch mal die zerzaustelte Frisur von Lügilanti an - haben die bei der SPD eigentlich kein Geld für einen Visagisten?!?!

 

Kienzle u. Hauser, Samstag, 08. März 2008, 17:14 Uhr

Neueste Meldung: lt. spiegel-online wird Petra Roth als mögliche Koch-Nachfolgerin und Ministerpräsidentin einer Jamaika-Kaolition in Wiesbaden gehandelt.

Das wäre ganz nach unserem Geschmack und Hessen mit Sicherheit mit neuen Impulsen konstruktiv aus der derzeitigen Krise helfen.

Eines steht fest: sollte es doch zu Neuwahlen kommen und RoKo noch mal ins Rennen gehen, wird der Wechselwähler wissen, was zu tun ist.

 

Joe, Samstag, 08. März 2008, 19:08 Uhr

DRAMATISCHE WENDE IM REGIERUNGSPOKER:

SPD-Rebellin Metzger will aufgeben - und den Weg für Ypsilanti frei machen

So lautet die letzte Schlagzeile. Man hat offenbar großen Druck auf Frau Metzger ausgeübt, damit die SPD mit Ypsilanti doch noch ans Ruder kommt.

Mir fehlen angesichts solcher Vorgänge einfach die Worte. ART. 38 Abs. 1 S. 2 unseres Grundgesetzes ist für diese Bande von Arschlöchern offenbar eine vollkommen unbekannte Norm. Wir verkommen zur Bananenrepublik!!

 

E. Mielke Nachf., Samstag, 08. März 2008, 22:17 Uhr

Jo - nüh. Ich wees gor nich, watt ihr wolld. Auf Boordeiverroad steht nun emool de Heechststroofe, des wees doch enn jeder, der emool Dhälmann-Bionier g´weesen ist. So eine West- unn Woohrheitssimbatddissandin genne mir beim Heilischen Gampf geesche die Schweinebagge net gebrooche.

 

Die Linke, Sonntag, 09. März 2008, 08:23 Uhr

Das geschriebene Recht ist nichts Anderes als ein Herrschaftsinstrumentarium ... drum muss es gebrochen werden, wenn´s dazu dient, die Rechte der kleinen Leute zu wahren. Soziale Gerechtigkeit hat Vorrang. Damit die Schere zwischen den Armen und den Reichen in diesem Lande nicht noch weiter auseinanderklafft.
Wir jedenfalls begrüßen Frau Metzgers Entscheidung und freuen uns, dass der Weg nun frei ist für eine gerechtere Politik!

 

Joe, Sonntag, 09. März 2008, 09:21 Uhr

Es darf spekuliert werden, aus welcher Feder obige soziale Soße tropfte. Ich tippe auf einen bestimmten Autor im Kreise der HW, der im Grunde glücklicherweise aber doch sehr viel differenzierter denkt.

Zur sachgerechten Lösung des (Hessen-)problems hier ein ganz anderer Vorschlag:

"Lasst die Ministerpräsidenten vom Volk wählen!

Der Einzug der Linken in westdeutsche Landesparlamente kann den Wählern dort ungewollte Koalitionen bescheren. Damit es eine klare Regierungsbildung gibt, schlägt Parteienkritiker Hans Herbert von Arnim eine grundlegende Änderung des Wahlrechts vor: die Ministerpräsidenten sollen direkt vom Volk bestimmt werden."

Dieser Lösungsansatz wird vom Politikbeobachter Joe nachhaltig unterstützt!

 

O�Hara, Sonntag, 09. März 2008, 10:43 Uhr

Du liebenswerter Phantast - Wir brauchen nicht nur Visionen für die Zukunft (v. Arnim u.a.), sondern in den nächsten vier Wochen eine Perspektive für unser Heimatbundesland. ich schlage vor, dass die Herrenwanderer gemeinsam an Frau Metzger eine ermunternde E-Mail schreiben, stark zu bleiben.

 

Webmaster, Sonntag, 09. März 2008, 11:44 Uhr

Lieber O’Hara – diesmal leider nur Zweiter. Der General hat schon gehandelt und Frau Metzger mit klaren Worten den Rücken gestärkt. Wenn das nicht hilft, ist Polen offen!

 

Joe, Sonntag, 09. März 2008, 12:03 Uhr

@ O'Hara: Danke für das Kompliment, Herr Ministerialrichter.

Sicherlich brauchen wir AUCH eine kurzfristige Perspektive, und wenn Du eine Mail an Frau Metzger abfaßt, werde ich der Erste sein, der mitunterschreibt.

Was aber nicht nur unserem Bundesland, sondern dem ganzen Land fehlt, sind - so, wie es uns die meisten unserer Politiker leider vorleben - langfristige Ideen und Konzepte.

Es geht zumeist nur um Machterhalt, nicht um eine dauerhafte Verbesserung der Gesamtsituation, Lösung gravierender Probleme, und schon gar nicht um eine Verbesserung der Moral oder ethischer Werte (was dringend notwendig wäre), siehe Koch, siehe Schröder etc. etc.

MaW: Wir brauchen definitiv AUCH Visionen für die Zukunft, den TEMPUS FUGIT. Wir werden dermaßen schnell von der Zeit überrollt, daß morgen schon unwichtig ist, was gestern noch ein kleines Problem war.

Schau Dir mal die Mißstände in Berlin an, da gährt es doch ganz gewaltig. Multikulti funktioniert nicht, und darüber hinaus nehmen die sozialen Mißstände zu und bilden den Nährboden für Unzufrieden und Aggressionen.

Das Problem wurde Jahrzehnte lang ignoriert und totgeschwiegen.

Und die Unzufriedenheit über die ständig größer werdende Lücke zwischen einigen sehr Reichen und dem langsam, aber stetig ärmer werdenden Mittelstand (von den Unteren ganz zu schweigen) wächst insgesamt.

Wenn hier nicht langfristige Ideen und Visionen gefragt sind, dann weiß ich nicht ...

 

O�Hara, Sonntag, 09. März 2008, 12:13 Uhr

Richtig, mein lieber Joe. Da hilft nur eins: Die Herrenwanderer müssen politisch aktiv werden. Was meint Ihr, Jungs? Andererseits sehe ich nicht, wer auf welche Weise auch mit Blick auf die Globalisierung, die festen Machtstrukturen des Welthandels, die parteiinternen Gelübde etc. noch was aufhalten könnte...

Der Umgang mit Frau Metzger erweist sich m. E. als ein Ausblick auf die von der SPD (nunmehr gemeinsam mit den LINKEN) angestrebte "soziale Gerechtigkeit". Da können wir ja sehen, was uns blüht. Auch in Richtung Meinungsfreiheit und - wie von unserem Nachwuchs-Verfassungrechtler Joe zutreffend angemerkt - "Unabhängigkeit des Mandats". Als ein Mitarbeiter dieses Landes, der seinen Eid auf dessen Verfassung abgelegt hat, macht mich das nachdenklich. Vielleicht bitte ich Frau Yps., sollte sie sich tatsächlich wählen lassen, um eine Nachhilfestunde in Sachen Demokratie im Sinne einer "Fürsorgepflicht des Dienstherrn" (oder bald der Dienstfrau; oder: muss es Dienstmädchen heißen...mmh..., oh: Sorry!).

 

Schoko, Sonntag, 09. März 2008, 16:01 Uhr

Ich bitte die Herren Juristen, Möglichkeiten einer Klage gegen Frau Ypsilanti wg. Nötigung einer direkt gewählten Abgeordneten zu prüfen - vielleicht könnte der General, der im Wahlkreis wohnt eine Möglichkeit finden?
Ist das eine spinnerte Idee oder seht ihr Chancen?
Wäre bereit, auch finanzielle Anstrengungen zu unternehmen!

 

Webmaster, Sonntag, 09. März 2008, 17:37 Uhr

Die Grünen rücken von den Bündnisplänen der SPD-Spitzenkandidatin Andrea XYpsilanti in Hessen ab. Parteichef Reinhard Bütikofer verurteilte die Versuche, die abtrünnige Abgeordnete Metzger zum Mandatsverzicht zu bringen und sprach von „Mobbing“. Er könne über das „Hin und Her“ nur den Kopf schütteln.

 

Joe, Montag, 10. März 2008, 08:52 Uhr

So isset!!

Allerdings ist nach neuesten Meldungen nun wohl etwas Entspannung angesagt, denn:

"SPD zieht Ypsilanti zurück - Steinbrück gibt Wahl 2009 verloren

Chaostage in der SPD: Zwei Wochen nach dem Freibrief für ein Linksbündnis wurde der hessischen Spitzenkandidatin Ypsilanti nun von der Parteiführung untersagt, sich von den Linken zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen."

Apropos: Das ist es glaube ich, was als "Kuhschwanzpolitik" bezeichnet wird. Bei dieser wenig klaren und stringenten Linie darf man froh sein, daß das Übel noch mal an uns vorbeigegangen ist.

 
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