[ zur�ck ]
Donnerstag, 15. Mai 2008, 07:19 Uhr
O’ Haras neuer Chef: ein Pfundskerl!
Wie (fast) alle Herrenwanderer wissen, befindet sich unser (ge)wichtigstes Mit-Glied derzeit in einem Karrierehoch. Seit er dem muffigen Gerichtswesen Adieu gesagt hat und ins Reich der Politik abgewandert ist, kann sich O' Hara vor Angeboten kaum retten. Nach einem kurzen Ab-Stecher ins Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, wo ihn zuletzt die süße Silke L. umgarnte und mit einem Job ins Vorzimmer locken wollte, wechselte der König der Truppe jetzt kurzentschlossen ins Kultusministerium, um Aufräumarbeiten im hessischen Schulwesen in Angriff zu nehmen. Hier am Luisenplatz wartet – verglichen mit Silkes Reich – eher„handfeste Kost“ auf den strumalosen Kämpfer für Recht und Ordnung: Sein freundlicher neuer Chef Jürgen Banzer (Foto) will sich gemeinsam mit O' Hara an den Schulen unseres Landes breit machen und auf diese Weise (paradoxerweise) mehr Freiräume schaffen.
Jürgen B., der sich unlängst in einem Zeitungsinterview als„Gegner der Zwangsbeglückung“ outete, freut sich über die Verstärkung seines Ministeriums und hat bereits leckere Arbeitsessen in Aussicht gestellt, um seine 150 Kilo Lebendgewicht auch weiterhin bei Laune zu halten. Fuck the Weight-Watchers! Lediglich in die Luft gehen muss Banzer auch künftig alleine, denn:„Zu zweit können wir nicht im Hubschrauber fliegen“. Für O’ Hara hingegen dürfte der neue Job auch ohne Hubschrabschrab zu einem weiteren Karriere-Sprungbrett werden, zumal er es mehr mit Platon denn mit Laotse hält. Statt sich ausdauernd damit zu beschäftigen, irgendeinen Taschenphilosophen zu finden, der ihm den Persilschein für permanenten Müßiggang erteilt, hat er sein Schicksal, seine Karriere und seinen ... selbst in die Hand genommen. Ein echter Pfundskerl – wie sein Chef!
Kommentare:
Leo Fischer, Titanic, Donnerstag, 15. Mai 2008, 08:21 Uhr
Karriere, jawohl, das isses!
Breit machen wird dabei den beiden Schwergewichten sicherlich mühelos gelingen - wozu dann also noch so viel Selbstbeweihräucherung??
Vorbei also die Zeiten, wo man sich noch mit Störigs Weltgeschichte der Philosophie beschäftigte und auseinandersetzte, nun gilt sich selbst zu beweisen. Wenn's schon nicht mit dem Abnehmen klappt, dann doch sicherlich mit dem Zunehmen: leckere Arbeitsessen auf ministerieller Ebene.
Ich empfehle mal den Film:
"Das große Fressen", auch wenn für Müßiggang ja nun keine Zeit mehr ist.
Viel Erfolg beim "In-die-Hand-nehmen"!
Bushido, Freitag, 16. Mai 2008, 08:39 Uhr
Welche Motivation hat den Verfasser des obigen Artikels getrieben? Oder sehe ich das zu kritisch? Aber ein freundlicheres Bild von Herrn Banzer wäre sicher zu haben gewesen. Er scheint doch ganz humorig zu sein. Ich finde, wir sollten O’ Haras berufliche Erfolge neidlos anerkennen und uns freuen, ihn in unserer Mitte zu haben (hoffentlich liest das O’ Hara, man kann ja nie wissen, wozu später gute Kontakte nützlich sind).
Der Verfasser, Freitag, 16. Mai 2008, 10:14 Uhr
Lieber Bushido, danke für Deine nachdenklichen Worte und für Deinen Aufruf, die Kommunikation unter den Herrenwanderern zu versachlichen. Hoffentlich haben wir dann in Zukunft noch was zu lachen. Was das Foto von Herrn B. angeht: Es ist vor einigen Wochen im „Wiesbadener Kurier“ erschienen – im Rahmen eines großen Interviews. Verglichen mit der Auflage des Kuriers wird es für den neuen Kultusminister zu verschmerzen sein, wenn er auch bei uns Herrenwanderern so ins Bild gesetzt wird, der lust'ge Bua!
Joe, Freitag, 16. Mai 2008, 23:11 Uhr
Genau, Recht hat er, unser Bushido:
Leben und leben lassen,
die Minister und Pfundskerle, die Taschenphilospohen und Müßiggänger, die Blähhühner und die Schweiger!
Irgendwie gehören alle dazu, ich bin da durchaus für die Erhaltung der Artenvielfalt.
In diesem Sinne, Webby: demnächst bitte mehr Sachlichkeit ...
Laß jeden SEINEN in die Hand nehmen ;-)
Der Pr�torianer, Samstag, 17. Mai 2008, 08:34 Uhr
@ Webby: Bild ist o.k., weil von Pressereferat freigegeben.
@ Netzwerker Bushido: Wohltuende Worte. Danke.
@ Alle: "Heiterkeit ist der Himmel, unter dem alles gedeiht." Seid versichert, Freunde, ich vergessen keinen von Euch. Priorität genießt natürlich die Amtsgerichtsbarkeit. Ich werde mich persönlich bei "Min", der ja glücklicherweise Kultus- und Justizminister ist, dafür einsetzen, dass das Prinzip "suum cuique" insbesondere in der "Stadt der Seligen" weiter - frei nach Laotse - in continuo erblühen und unser Top-Philosoph Jerk (phon. = Jörg) die Dinge angemessen in die Hand nehmen kann.
Webmaster, Samstag, 17. Mai 2008, 12:31 Uhr
Joe, alter Opportunist: Dafür, dass Du zunächst der festen Überzeugung warst, O’ Hara habe den „Pfundskerl“-Artikel selbst geschrieben, gutmenschelst Du jetzt aber in den höchsten Tönen und hängst Dein Fähnchen nach dem Wind, der unserer moralischen Instanz aus dem Petersweg entfahren ist. Ich sehe das nicht ohne Amüsement und erwarte – ganz sachlich jetzt – mit Freuden von unserem Freund Bushido den ersten originären Themenbeitrag zu dieser Seite.
Joe, Samstag, 17. Mai 2008, 18:14 Uhr
Wieso, wieso?
War ich nicht etwa schon immer ein bekennender Vertreter des "suum cuique"?
(Womit wie im übrigen wieder bei Platon wären, denn:
"In der Politeia stellte Platon fest, dass Gerechtigkeit besteht, „wenn man das Seine tut und nicht vielerlei Dinge treibt“ (to ta auton prattein kai me polypragmonein dikaiosyne, IV 433a).
Jeder soll das Seine (für die Gemeinschaft, den Staat) tun, und zwar in Art und Umfang so, wie es seinem Wesen, seinen Möglichkeiten und den individuellen Umständen entspricht. Ergänzend erklärte Platon, dass auch jeder das Seine bekommen soll und dass niemandem das Seine genommen werden soll" - Auszug aus Wikipedia)
Darüber läßt sich schon mal nachdenken, alter Taschenphilopsoh, oder?
Der Pr�torianer (z. Zt. voll auf Linie), Sonntag, 18. Mai 2008, 12:40 Uhr
Heißt "suum cuique" wirklich "Jedem das Seine" oder wird es manchmal auch nur allzu gerne übersetzt mit: "Jeder, wie er will"? Freunde: Unser Land braucht Euch - die mit Grips und auch jene, die eine Schippe in die Hand nehmen können. Die hessische Verfassung postuliert die sittliche Pflicht zur Arrrbeit (Art. 28 Abs. 2) und legt sogar jedem die Pflicht auf, ehrenamtliche Tätigkeiten zu übernehmen und persönliche Dienste für den Staat und die Gemeinde zu leisten (Art. 25). Von 2000 Jahren alten (Taschen)Philosophen steht nix drin...
Konfuzius, Sonntag, 18. Mai 2008, 14:12 Uhr
Wann zündet denn endlich mal einer eine Lampe an, damit das Gejammer über die Dunkelheit aufhört?
Joe, Sonntag, 18. Mai 2008, 16:28 Uhr
@O'Hara:
Werter Freund und Weggefährte, ich denke, daß ich meinem Land - höchstwahrscheinlich ganz in Deinem, jedenfalls aber in bestem demokratischen Sinne - schon seit längerer Zeit mehr diene, als dies bislang in diesem Forum aktenkundig wurde.
Neben meiner Arbeit in der dritten Staatsgewalt unterrichte ich nämlich derzeit Bundespolizeimeister-Anwärter B. Aukal im Fach Staats- u. Verfassungsrecht, und seinen Bekundungen zufolge wesentlich verständlicher, als die Lehrkraft vor Ort.
Ferner erörtere ich im Freundes- u. Bekanntenkreis auch außerhalb der HW stets rechtsphilosophische-rechtspolitische Themen, und trage hiermit zur politschen Willensbildung des Volkes bei (Art. 21 I 1 GG).
In diesem Sinne setze ich mich schon lange dafür ein, daß in Schulen ein zeitnaher und verständlicher Ethikunterricht Einzug hält, der den heranwachsenden Staatsbürgern anschaulich ihre Rechte und Pflichten vor Augen führt, im Rahmen des geschichtlichen Zusammenhangs (s. bspw. meine Empfehlung des Films "Die Welle" an den Herrn Ministerpräsidenten in spe H. Walther).
Also, wer kann mithalten?
Hoffe, dieser Beitrag war im heckertschen Sinne sachlich genug ...