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Sonntag, 18. Mai 2008, 18:33 Uhr

Radarfallen – Segen oder Fluch?

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Nachdem Richter Jörg W. neulich wieder von einer Radarfalle erfasst worden ist, stehen im Hause W. unvorhergesehene Budgetkürzungen an. Das wirft die Frage auf: Können Radarfallen gerecht sein? Oder – etwas volksnäher ausgedrückt:„Was soll der Scheiß?!!“ Diese Frage stellt sich nicht nur Richter W., der Radarfallen in einem Gespräch mit dem Webmaster unlängst als„Abzocke“ bezeichnete. Für das Forum der Herrenwanderer, das sich zum Ziel gesetzt hat, Vorfälle des täglichen Lebens zeitnah zu diskutieren, Grund genug, ein neues Thema in die Runde zu werfen. Um Beiträge wird gebeten – natürlich unter Wahrung der gebotenen Sachlichkeit. Berücksichtigt werden sollte dabei auch, wie mögliche Äußerungen die Ausbildung, das Weltbild und das Rechtsempfinden von Bundespolizeimeister-Anwärter B. Aukal beeinflussen könnten. Und: Welche Auswirkungen werden die Kommentare auf den Ethikunterricht in unseren Schulen haben?

Kommentare:

Joe, Sonntag, 18. Mai 2008, 20:21 Uhr

Klare Aussage außerhalb des Ethikunterrichts:

Blitzer sind zu 90% Scheiße, da reine Abzocke.
Sie stehen in den wenigsten Fällen da, wo eine echte Gefahrenstelle ist, sondern zumeist gut getarnt hinter Bäumen o.ä. am Rande von Straßen, die aufgrund ihrer Bauweise geradezu dazu einladen, etwas schneller als die jeweils erlaubte Geschwindigkeit zu fahren. Diese ist dann nämlich so niedrig angesetzt, daß selbst die Polizei vor und nach dem Blitzer sich nicht daran hält.

Die Deutschen haben übrigens - einem Fernsehbericht zufolge - diese Dinger im Laufe der Zeit ziemlich perfektioniert. Es gibt Autobahnstellen, da steht eine ganze Blitzerbatterie, um die Fahrer auch ja richtig zu erwischen.

Entsprechende Geldeinnahmen sind von den jeweiligen Stellen zur Deckung der anderweitigen Ausgaben fest eingeplant. Näheres ist von Aktionsgruppen gegen diese Form des modernen Raubrittertums zu erfahren.

 

Der kleine Min.Pr�s.Anw�rter, Sonntag, 18. Mai 2008, 21:28 Uhr

Unfallursache Nr. 1 ist - neben dem Alkohol - weiterhin die "Nicht angepasste Geschwindigkeit". Diese eher euphemistische Wendung stellt wahrscheinlich auf die zu langsamen Fußgänger und andere Schleicher (mit Hut und gehäkelter Klorolle) ab. Dass die Blitzer nicht an "Verkehrsunfallpunkten" stehen ist o.k. - denn sie sind nicht zur Gefahrenabwehr im Einzelfall sondern general(!)präventiv zur allgemeinen Disziplinierung bestimmt. Auch dieses - vom Meister des Ausgleichs zum Schutz von Ministern u. a. eingewebbte - Thema lässt die Wanderer in der Kontroverse verharren. Natürlich hat Joe auch mit den Abzockern recht. Eine Fülle von Gerichtsurteilen bestätigt ihn. Aber langsamer fahren tut auch keiner. Auch nicht der Unterzeichner, den es selbst schon erwischt hat, der aber (leider) einräumen muss, dass das schon so seine Ordnung hatte. So sieht halt jeder seinen Staat mit seinen Augen. Ansonsten mag unser Neu-Dozent Joe ruhig mit seinen staatsbürgerlichen Unterrichtseinheiten fortfahren; die Bundespolizei ist für Radarkontrollen nicht zuständig - insoweit wird BPMAnw B. keine irreparablen Schäden erleiden. Die Anzahl der Radarfallen ist m. E. proportional zu den tiefergelegten 3er BMW mit getönten Scheiben und konkret Doppelauspuff, oder auch dem Scheissendreck Opel 150 Diesel PS, weissu, mein Brudern!

 

Webby, Montag, 19. Mai 2008, 10:42 Uhr

B. Aukal hin, Ethikunterricht her: Ich muss meinem Freund Joe in großen Teilen Recht geben. Es ist tatsächlich so, dass Radarfallen in erster Linie aufgestellt werden, um den Staatssäckel zu füllen. Insofern sind sie ein scheinheiliges Instrument, das angeblich der Verkehrserziehung dient. Doch das sind alles nur vorgegaukelte Argumente. Deshalb: Solche Fallen sollten vom Blitz getroffen werden – besser heute als morgen!

 
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