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Montag, 26. Mai 2008, 11:47 Uhr
Dichtkunst für Feinsinnige
Auch nach besonderen Festlichkeiten muss der Alltag wieder Raum haben. Um die Herrenwanderer etwas "runter zu holen", aber dennoch das Niveau zu halten, folgende Kurzweil zur angemessenen Unterbrechung harrrter Arrrbeitstage:
Johann Wolfgang von Goethe wurde einst vom Sohn seiner Gastgeber wie folgt angesprochen: "Hochverehrter Herr Geheimrat, auch wenn Sie Deutschlands Dichterfürst sind, möchte ich Ihnen dennoch die Wette anbieten, dass ich Ihnen zwei Wörter sagen kann, aus denen selbst Sie keinen Reim machen können." Goethe antwortete: "Junger Mann, ich nehme diese Wette gerne an, nennen Sie mir die zwei Wörter." Der junge Mann antwortete: "Die zwei Wörter sind HAUSTÜRKLINGEL und MÄDCHENBUSEN." Nachdem Goethe sich einige Minuten zurückgezogen hatte, lieferte er als Beweis dafür, dass er tatsächlich Deutschlands Dichterfürst sei, das folgende Gedicht:
Die Haustürklingel an der Wand,
der Mädchenbusen in der Hand
sind beides Dinge wohlverwandt.
Denn, wenn man beide leis' berührt,
man innen drinnen deutlich spürt,
dass unten draußen einer steht,
der sehnsuchtsvoll nach Einlass fleht.
Na, Jungs, klingelts bei Euch auch?
Kommentare:
Joe, Montag, 26. Mai 2008, 12:02 Uhr
Wie war das doch gleich mit dem Runterholen?
Aber Spaß beiseite: Sollte Goethe dieses feinsinnig-schlüpfrige Gedicht tatsächlich bereits nach einigen Minuten aus dem Ärmel geschüttelt haben, gebührt ihm wirklich Respekt!
Meine Reimfähigkeit ist da eher beschränkt, mehr so Loriot-mäßig:
"Ich muß die Nase meiner Ollen
an jeder Grenze neu verzollen"
(Uffta, uffta, und ab!)
M�dchentitte, Montag, 26. Mai 2008, 12:26 Uhr
Besonders gut gefällt mir die Stelle „Dass unten draußen einer steht...“