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Dienstag, 27. Mai 2008, 09:52 Uhr
Der SPD schwant Schlimmes: Gesine!
Bald ist Beck nur noch einstellig – in der Wählergunst. Nachdem er jetzt Gesine aus der Versenkung geholt hat (da es in diesem Land offenbar nur eine Person gibt, die seiner Partei als präsidentenwürdig erscheint), stellt sich die Frage, mit welchen Aktionen er sich demnächst noch ins Bein schießen wird. Austritt aus der Nato? Ja zur Genmanipulation? Vollbartzwang für alle? Beck's Bier als Nationalgetränk? Nicht nur der SPD – uns allen schwant Schlimmes. Oder gibt es hierzu etwa differenziertere Ansichten? Dann bitte reichlich Senf dazu!
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Kommentare:
O�Hara, Dienstag, 27. Mai 2008, 13:28 Uhr
Nach tel. Abstimmung mit Herrn Amtsrichter Wippich, in der festgestellt wurde, dass bei der abgebildeten Person Persönlichkeitsrechte eher nicht verletzt werden können (untaugliches Objekt) bleibt nur die gemeinsame Feststellung, dass neben den möglichwer Weise vorhandenen intellektuellen Fähigkeiten auch ein entsprechendes äußeres Erscheinungbild für die Repräsentation der Republik dienlich sein dürfte. Frau Gesine S. fällt nach meiner Einschätzung eher in die Rubrik: "Letztes Aufgebot". Der wachsende Links-(D)Ruck der SPD ist unverkennbar bestimmend auch für deren Politik. Armes Deutschland!
zugleich für den wegen Arrrrbeit (echt!)verhinderten Richter Joe
WW, Dienstag, 27. Mai 2008, 14:27 Uhr
@ O'Hara: Deutschland hat auch Angela überlebt. Warum diese Angst vor der Erscheinung?
@ Webmaster:
SPD einstellig --> keine schlechte Aussicht.
Beck's Bier und Bartzwang sind Geschmackssache
Joe, Dienstag, 27. Mai 2008, 19:22 Uhr
REICHLICH SENF KANNSTE HABEN!
Wie schon mein Vorredner, der höchst ehrenwerte Verwaltungsgerichtsrat O'Hara feststellte, bedarf es zum Zwecke der Repräsentation auch eines repräsentativen (genauer gesagt: ansprechenden) Äußeren.
Wer jedoch ein Vogel-Strauß-Nest auf dem Kopf trägt und dies offenbar für eine Frisur hält, disqualifiziert sich in diesem Zusammenhang von vorneherein selbst; das restliche Outfit besagter Person wirkt ferner eher clownsmäßig, als seriös!
Man mag zu Herrn Köhler stehen, wie man will (entscheidende Befugnisse außer der Repräsentation kommt dem BuPrä ohnehin nicht zu), er wirkt zumindest wohltuend gediegen.
Aber was ganz anderes: Ich hab' jetzt langsam die Schnauze voll von diesem heranwachsenden Matriachat - neben einer Bundeskanzlerin nun auch eine Bundespräsidentin ??
Meine HERREN, wo kommen wir denn da noch hin??
Webby, Mittwoch, 28. Mai 2008, 07:49 Uhr
Das hast Du richtig erkannt, Joe: Die Frau macht sich den Mann immer mehr untertan. Vorbei die Zeiten, als die Frauen dem Mann nach schwerer Einkaufsarbeit beim Auspacken der Lebensmitteltüten halfen. Solche Dienstleistungen gehören der Vergangenheit an. Mit subtiler Rhetorik und eloquenter Körpersprache schickt sich die holde Weiblichkeit an, die Macht im Land zu übernehmen. Schon Ina Deter sang anno dunnemals zu Weihnachten: "Neue Frauen braucht das Land". Das ist – so will es scheinen – nicht ohne Wirkung geblieben. Immerhin gibt es einen Trost: Nach Jutta Limbachs Regentschaft als Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts sitzt jetzt wieder ein echter Kerl aus Schrot und Korn am Ruder – auch wenn er mit Nachnamen Papier heißt. Es liegt also im Bereich des Möglichen, dass die maskuline Regentschaft zumindest in Teilbereichen überleben wird!
Dubai-Daum, Mittwoch, 28. Mai 2008, 10:05 Uhr
... außerdem schicken wir ja jetzt unseren O´Hara ins Rennen - ein MANN mit Bauch und Ehre!!!
W., Mittwoch, 28. Mai 2008, 11:31 Uhr
Genau! Das ist der Unterschied zwischen SCHWAN und SCHWANZ!
O�Hara, Mittwoch, 28. Mai 2008, 12:42 Uhr
@ 1 - W.W.: Wir haben Angie noch nicht überlebt"
@ 2 - W.W.: ...alte Wuz.
@alle: Ansonsten kann ich es mir - von der Bewerberin Schwan mal abgesehen - durchaus vorstellen "unter einer Frau" zu dienen.
Webby-Wutz, Mittwoch, 28. Mai 2008, 14:01 Uhr
W. steht für Webby. Und eigentlich wolltest Du ja schreiben: "unten eine Frau zu bedienen ...", oder? Har, har, har! Pötsch!
Schoko, Mittwoch, 28. Mai 2008, 14:22 Uhr
Um der Sache mal wieder einen Kick ins Ernsthafte zu geben:
Mir stinken mehrere Dinge an "Gesine":
1. die Parteien tun mal wieder so, als sei das alles "Demokratie" und sprechen von "Wahl" - dabei werden hier nur eine ganz kleine Anzahl von zwei oder vielleicht auch drei Kandidaten in einem halbdemokratischen Verfahren der ParteiSPITZEN (also eines ganz kleinen Führungszirkels) ins Rennen eines Wahlmännergremiums (heisst das jetzt eigenlich auch Wahlfrauen??!?) geschickt. Eine richtige Wahl für das zu repräsentierende Volk findet gar nicht statt. Wenn wegen dem Kräftegleichgewicht eine direkte Präsidentenwahl durch die Bevölkerung nicht stattfindet, so fände ich es aber zumindest angebracht, dass wir uns an der Auswahl der Kandidaten beteiligen können.
2. Die SPD weiss zwar genau, dass sie für ihre Kandidatin die Stimmen der Linkspartei braucht, aber das hat ja nichts mit Zusammenarbeit zu tun. Erinnert irgendwie ein wenig an den "antiimperialistischen Schutzwall"
Ich wäre ganz froh, wenn der König mal die "Stimmung im Volke" so ein wenig in die politische Führungsebene transponieren könnte. Selbst einen eigentlich rechtskonformen Bürger wie mich beschleichen dieser politischen Führungskaste gegenüber jetzt immer öfter sehr radikale Gedanken!!!!
Joe, Mittwoch, 28. Mai 2008, 15:11 Uhr
@ Schoko:
kann Deinen Frust verstehen, aber ... ich denke, wir sollten uns bei Gelegenheit mal - philosophisch - über die Themen "Staats-und Verfassungsrecht, Teil 1: Theorie" und "Staats- und Verfassungsrecht, Teil 2: Praxis" austauschen.
Da kommen wir dann ganz schnell wieder in die erst kürzlich angesprochenen Bereiche, was der einzelne ändern kann, und was nicht, und landen letztlich wieder bei den großen und weißen Philosophen wie Platon, Epikur, Konfuzius, Laotse, Seneca etc. Den Zusammenhang des soeben Gesagten bin ich gerne bereit, Dir bei passender Gelegenheit aufzuzeigen.
Fazit: Weder der König, noch Herr Beck's Bier, noch sonst irgendeiner wird wirklich etwas bewirken, ändern oder gar zum Guten wenden!!
@ Webby-Wutz: Genau, das ist es was wir wirklich brauchen, und was uns letztendlich als Einziges bleibt: ein derber Humor!
Denn: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Oder anders ausgedrückt:
"Und es kam eine Stimme, die sprach: lächele und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen.
Und ich lächelte und war froh, und ES KAM SCHLIMMER!"
Duden Webby, Mittwoch, 28. Mai 2008, 15:41 Uhr
Genau, Joe. Allerdings: War Seneca nicht schwarz? Oder doch weiß? In jedem Fall weise.
Schoko, Mittwoch, 28. Mai 2008, 15:57 Uhr
Ich würd´ sagen: Scheisse!
(um den Reim fortzusetzen, aber auch, um die ganze Sachlage zu beschreiben)
im Übrigen @Joe: ich bin ganz explizit nicht Deiner Meinung, man könne nix machen. Die da oben werden nämlich ganz nervös, wenn man ihnen keine Stimmen geben möchte oder wenn man schlechte Stimmung macht, indem man sich über gewisse Mißstände lauthals beschwert. Also: "Raus damit" und nicht nur im "Herrenwanderer"! Wie wär´s denn mal mit einem öffentlichen Hinweis, das diese Wahl mit Demokratie genausoviel zu tun hat, wie der antiimperialistische Schutzwall mit der Abwehr von in die DDR einbrechenden Feinden?!
O`Hara, Mittwoch, 28. Mai 2008, 21:18 Uhr
Wenn unsere ganze Generation so resigniert, wie Joe es aufzeigt, dann "Gute Nacht Deutschland". Schoko hat recht, lasst uns was tun, ein bisschen jedenfalls. Keine Flucht in die Philosophie, sondern ein Mitgestalten unseres Allgemeinwesens.
Mein Minister ist heute - wider Willen - Opel Zafira gefahren. Auf der Rückfahrt von Kassel nach Wiesbaden (t = 1:40; leider keine Zeit für nix, Ulrich) ist der 745er Dienstwagen aus Bayern noch in KS verreckt. Meine Zukunft ist nun gesichert (O-Ton: "Sie helfen ja, wo Sie können - es eröffnen sich ganz neue Perspektiven für Sie und mich. Ich könnte Sie ja zusätzlich als Fahrer einstellen. Zügig genug war´s ja - Sie brauchen nur ein schelleres Auto, aber das kriegen wir schon noch..."). Gegenwärtig wird noch geprüft, ob jetzt das Minister-Schnellfahrprivileg (Bild berichtete!) auch für Verwaltungsrichter im M-Büro gilt...
Joe, Mittwoch, 28. Mai 2008, 22:06 Uhr
Jawohl, Ihr Zwei, starke Männer an die Front. Euch braucht unser Land.
Zeigt es mir, belehrt mich eines Beseren, straft meine Worte Lügen!!
Wenn Ihr wirkl. was auf die Beine stellt u nicht nur kluge Sprüche hier im Forum klopft, dann will ich gerne meine Meinung revidieren!
Wie wäre es denn, Herr Verwaltungsgerichtsrat, wenn Ihr mal bei der Schulpolitik beginnen würdet?
Oder vielleicht bei der Referendarausbildung bei den Juristen?
Vielleicht kann O'Hara mir ja mal erklären, welche Sachzwänge dazu geführt haben, die erste Station des Referend. auf 4 Monate zusammen zu kürzen.
Jeder, mit dem ich gesprochen habe (u der in irgendeinerweise betroffen ist), fand das irgendwie Scheiße. Es ist wie auf dem Gymn.: man muß den gleichen Stoff wie früher (eigentl. aber sogar mehr) in wesentl. kürzerer Zeit schaffen.
Für das eigentliche Ziel des Lernens, nämlich etwas zu verinnerlichen, etwas wirklich zu begreifen, für das geistige Wachsen bleibt keine Zeit mehr.
Und wenn wir uns im internation. Vergleich anschauen, sehen wir keinesegs gut aus, wie immer wieder Beispiele belegen. So brauchen bspw. deutsche Juristen am längsten, um zu einem Ergebnis zu kommen, welches jedoch grdsl. auch nicht anders aussieht, als Entscheidungen von ihren europäischen Kollegen.
Also, da liegt was im Argen. Nun denn O'Hara, Schoko: bewegt mal was. Am Ergebnis sollt Ihr Euch messen lassen!
Joe, Mittwoch, 28. Mai 2008, 22:15 Uhr
P.S.:
Schoko sorgt derweil dafür, daß wir an der Wahl der Kandidaten für das Amt des BuPrä beteiligt werden u schafft so mehr Basis-Demokratie!!
He, noch was:
Seid so lieb und kümmert Euch mal um die Spritpreise. Die sind nämlich gerade in Deutschland so hoch, weil so immens viele Steuern darauf liegen.
Den Herrn Minister mit seinem 745er Dienstwagen aus Bayern stört das bestimmt nicht, bekommt er doch seine Fahrten gerade von Steuergeldern bezahlt
O�Hara, Donnerstag, 29. Mai 2008, 04:08 Uhr
Das waren ja wahre "nächtliche Ergüsse". Eine allgemeine Neiddebatte über Dienstwagen und zu viel Diesel fressende 150 PS-Opel (klassisches Richter-Mobil) nützt nix. Die aktuelle Schulpolitik läuft gut bis besser: vgl. www.hkm.hessen.de (11-Punkte-Plan). Die bislang am Richterberuf orientierte Juristenausbildung wird sich - mit Blick auf die zunehmende Anwaltszahl (x > 150.000!) noch mehr wandeln. Da werden wir noch unsere Freude haben. Das "Lernen Lernen" zum geistigen Wachsen wird bereits in den 5. Klassen unterrichtet. Dass DU es dennoch besser weißt, ist mir klar. Aber sei doch auch mal ein bisschen zuversichtlich. Selbst Du hast es geschafft - trotz Oertel, Schott, Sassen, Prätorius und Neumann III. Ein Dank an Küssel, Kirsch und Co. - bei welchen Lehrplänen auch immer: Diese pädagogischen Persönlichkeiten waren unsere wahren Förderer.
Schoko, Donnerstag, 29. Mai 2008, 06:13 Uhr
Um´s mal ganz hart zu sagen, Joe: dass sich hier in Deutschland nix bewegt, liegt genau in Deiner Einstellung begründet. Wenn ich dieses "Kümmert Euch mal" "Bewegt mal was" usw. schon höre! Warum sollte denn bitteschön irgendjemand etwas für Dich bewegen sollen, hä? Was ist denn Dein Beitrag für das Gelingen unseres Gemeinwesens?
Im übrigen: dass deutsche Juristen, wie von Dir beklagt, im internationalen Vergleich am längsten brauchen, bis sie zu einem ihren ausländischen Kollegen vergleichbaren Ergebnis kommen, könnte m.E. auch daran liegen, dass ein deutscher Richter offensichtlich nur vier Stunden am Tag arbeitet...
Joe, Donnerstag, 29. Mai 2008, 07:35 Uhr
Ich werde mir ein detailliertes Eingehen auf obige Beiträge sparen, zumal beide auch nicht sachlich und im Einzelnen auf die von mir reklamierten Punkte eingehen.
Eines aber vielleicht zu Schoko:
Offenbar liebt er es hart (ähnliche Beiträge waren in der Vergangenheit ja schon öfters zu lesen). Warum er - vollkommen unsachlich - dabei jedoch immer wieder persönlich anfeindend wird, ist mir nicht verständlich; möglicherweise hat er sich durch meinen letzten Beitrag irgendwie getroffen gefühlt.
Um jedenfalls auf seinen letzten Seitehieb einzugehen: er geht schlicht und ergreifend einfach an der Sache vorbei und belegt, daß da offenbar lediglich Polemik vorhanden ist, dafür aber keinerlei Sachkenntnis. Ich habe es schon früher gesagt, daß ich mir umgekehrt nicht anmaßen wurde, ohne Einarbeitung in die Materie irgendwelche Äußerungen über Schokos Berufsstand zu treffen.
Aber so ist er eben, der gute Schoko (an die Spiegelei-Aktion vor einigen zehn Jahren sei erinnert -> "... dann ißt eben keiner was!")
Soweit er mit den vier Stunden möglicherweise auf eine Arbeitszeit von mir anspricht, die ich irgendwann mal erwähnte, als der Arbeitsanfall nicht so hoch war, bin ich gerne bereit, ihm jederzeit durch die geführten Statistiken zu belegen, daß ich Verfahren wesentlich schneller als meine Kollegen erledige!
Joe, Donnerstag, 29. Mai 2008, 07:38 Uhr
Nachtrag:
Im übrigen mag er sich bei ca. 20.000 Kollegen und derzeit etwa 140.000 Anwälten mal überlegen, ob die Arbeitszeit EINES Richters in irgendeiner Form repräsentativ für eine Korrelation zur Verfahrensdauer sein kann.
Abschließend sei er versichert, daß er für mich nichts bewegen muß.
Den Beweis, daß er bzgl. anstehender Probleme irgendetwas verändern kann, ist er bislang schuldig geblieben.
O�Hara, Donnerstag, 29. Mai 2008, 07:49 Uhr
Lieber Joe,
wisch Dir doch erst mal den Schaum vom Mund. Ich habe doch sachlich auf Deinen Beitrag geantwortet (11 Punkte zur Schulpolitik). Jede Wette: Du hast Sie nicht einmal gelesen und regst Dich immer noch über den Dienstwagen auf. Gerne empfehle ich Dich mit den von Dir geschilderten Leistungen Herrn Min. - was wäre das für eine Bereicherung, wenn man eine solche Arrrrbeitskraft und Orrrrganisationtalent über 4 - 5 Stunden hinaus einsetzen könnte (Nur am Rande: Die Personalbedarfsberechnung für die Gerichte geht davon aus, dass ein 50-jähriger Richter 8,12 Stunden am Tag arrrbeiten muss, um sein Pensum zu schaffen; fairer Weise könntest Du ja mal melden, dass Du schon nach 54-5 Stunden fertig bist. Mal sehen, wie man im HMdJ reagiert...).
Sei doch einfach mal ein bisschen offener für die Dinge in der Welt um Dich herum und nicht gar zu sehr "closed". Das Leben ist bunt und man kann auch im kleinen was bewirken. Das wir es schaffen, die Arbeitszeiten für Richter bundesweit auf 4 Stunden zu begrenzen sehe ich gegenwärtig eher weniger. Bei allem Respekt vor Deinen Leistungen; Dein und vergleichbares Verhalten sind steter Anlass für Diskussionen über die Einführung von Dienstzeiten für Richter. Weder Du noch ich wollen dies und haben auch gute Gründe in der Diskussion. Die 4 (oder gerne auch mal 5...) Stunden sind dabei aber das Schwächste und - auf die Richter bezogen -vor allem das gefährlichste Argument. Also: Be careful, my dear friend!
Ach ja - schon toll, dass man auch von jedwedem Thema (Schwäne und Schwänze)wieder zu unseren Dauerbrennern gelangt. Die Herrenwanderer sind schon prima.