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Dienstag, 27. Mai 2008, 09:52 Uhr

Der SPD schwant Schlimmes: Gesine!

Bald ist Beck nur noch einstellig – in der Wählergunst. Nachdem er jetzt Gesine aus der Versenkung geholt hat (da es in diesem Land offenbar nur eine Person gibt, die seiner Partei als präsidentenwürdig erscheint), stellt sich die Frage, mit welchen Aktionen er sich demnächst noch ins Bein schießen wird. Austritt aus der Nato? Ja zur Genmanipulation? Vollbartzwang für alle? Beck's Bier als Nationalgetränk? Nicht nur der SPD – uns allen schwant Schlimmes. Oder gibt es hierzu etwa differenziertere Ansichten? Dann bitte reichlich Senf dazu!

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Kommentare:

Schoko, Donnerstag, 29. Mai 2008, 12:47 Uhr

Und ich entschuldige mich bei Joe, dass ich auf seinen total sachlichen Beitrag derart emotional reagiert habe - wahrscheinlich habe ich mal wieder gründlich alles missverstanden. Es wird nicht wieder vorkommen. Sic tacuisses ... (obgleich ich ja keinen überaus philosophischen Ansatz vertrete)

 

Joe, Donnerstag, 29. Mai 2008, 13:49 Uhr

Liebe Freunde, ich freue mich, daß wohl wieder ein wenig mehr Sachlichkeit in die Diskussion eingekehrt ist und weiß Schoko's letzten Beitrag zu schätzen. Ein Bonmot, was mir bzgl. seines vorletzten Beitrages noch auf der Zunge lag, schlucke ich deshalb herunter.

Was meine grundsätzliche Einstellung zu den Dingen betrifft, ist es mir offenbar bis jetzt nicht gelungen, diese so zu darzustellen, daß sie richtig verstanden wird, und möglicherweise ist das Forum auch kein geeigneter Ort, um dies hinreichend dezidiert tun zu können.

Ich propagiere ja keinesfalls Lethargie, bin jedoch gegen Aktionismus, operative Hektik ("es muß etwas geschehen, es wird etwas geschehen...!) und zuviel Wollen-Wollen. Im übrigen bin ich - was den Glauben an die Fähigkeit des Menschen zur planvollen Gestaltung seiner Umwelt u seines Umfeldes betrifft - eher desillusioniert und resignativ.

Ich wiederhole, daß ich gerne in einem ausführlicheren Gespräch bereit bin, diese Position unter Bezugnahme auf die Geschichte nachhaltig zu begründen und zu belegen.

Ich wiederhole auch, daß ich durchaus bereit bin, mich durch erfolgreiche Taten Euerseits eines anderen belehren zu lassen - allein, diese Erfolge werden Euch nur schwerlich (wenn überhaupt) gelingen.

 

Joe, Donnerstag, 29. Mai 2008, 14:07 Uhr

Abschließend sei mir noch ein Nachsatz zu dem immer wiederkehrenden Dauerbrenner der Dienstzeiten für Richter gestattet:

Außer dem geschätzten Herrn Verwaltungsgerichtsrat (und meiner Wenigkeit) weiß doch keiner von Euch, wie es in Behörden abläuft.

Ich bin stets für Effizienzsteigerungen, doch diese lassen sich nicht über eine -FESTE - Dienstzeitenregelung bewirken, und schon gar nicht bei den Richtern. Warum das so ist, auch dies nachhaltig zu belegen übersteigt den Rahmen des Forums. Jedenfalls käme nie jemand auf den Gedanken, man müsse etwa bei frei schaffenden Anwälten feste Arbeitszeiten einführen.

Wenn ich früher mal geäußert habe, lediglich vier Stunden arbeiten zu müssen, so trifft dies aufgrund verschiedener Umstände schon seit längererm nicht mehr zu.

Dagegen hatte der Herr Verwaltungsgerichtsrat schon seit der Zeit der rückläufigen Asylverfahren jede Menge Zeit für außergrichtliche Aktivitäten, z.B. Dozent in Speyer etc. Das verschweigt er nur gerne.

Ich sage: leben und leben lassen!
Eine Neid-Diskussion bringt uns nicht weiter. Die meisten sehen immer nur die Vorteile bei anderen; die Nachteile nehmen sie dagegen nicht wahr (im Falle der Richter ein hohes Maß an Verantwortung bei gleichzeitiger Verknappung des Personals und seit Jahren sinkenden Real-Einkommen).

 

Dr. phil. Webby, Freitag, 30. Mai 2008, 08:08 Uhr

Nach meinem Kurzzeit-Sabbatical, in dem ich mir die Rolle des stillen Beobachters gönnte, möchte ich mich jetzt mit einigen Gedanken zurückmelden. Ich stelle fest: Die Fronten sind verhärtet, die Weltbilder der Diskutanten sind sehr unterschiedlich. Um es im Geiste von Joes Prophetie zu sagen: Auch eine intensive Live-Diskussion dürfte nur magere Veränderungen in den gegenseitigen Ansichten bewirken.

Ein Hinweis sei mir aber noch gestattet. Es war Gordon Matthew Sumner alias Sting (der Sänger von "The Police"), der mal gesagt hat: "Als Pessimist verändert man nichts." Dennoch haben Pessimisten die ausgeprägte Gabe, alles besser zu wissen – auch wenn sie sich nur im Sofa zurücklehnen. Das weckt in mir die Erkenntnis, dass die großen Veränderungen meist von jungen Menschen ausgehen (Nike: "Just do it!"), während viele Ältere unter uns heute schon wissen, dass Initiativen nichts bringen werden. Ich habe schon mal geäußert: "Lifting beginnt im Kopf". Die Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber verlangt auch, dass man zunächst einfach daran glaubt, dass Veränderungen gelingen können. Wer das anders sieht, manifestiert die Zustände und bleibt irgendwie stehen. Und wer stehen bleibt, der steht nicht selten im Weg. Vor allem sich selbst. Denn die Welt verändert sich dann ohne ihn.

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