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Freitag, 30. Mai 2008, 08:29 Uhr

Isolierter Indianerstamm entdeckt

Im brasilianischen Urwald ist ein Indianerstamm entdeckt worden, der noch nie zuvor Kontakt zur Außenwelt hatte. Den Behörden gelangen sensationelle Bilder: Wütende Krieger, bemalt mit roter Farbe, schießen Pfeile auf ein Flugzeug ab. Laut "Survival International" sind die jetzt entdeckten Indianer bedroht: Illegale Regenwaldabholzung in Peru treibe die Indianerstämme über die Grenze und provoziere Konflikte mit den dort ansässigen 500 Indianern. Weltweit, so schätzt "Survival International", gebe es noch etwa 100 bisher unberührte Stämme – die meisten von ihnen in Brasilien und Peru.

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Wahrscheinlich wird es Wanderer geben, die sich – wären sie Indianer – kampflos in ihr Schicksal ergeben würden. Denn die putzigen Pfeile der roten Männer können natürlich nichts bewirken gegen die Macht des Geldes, die sich in weltweiten Rodungen raumgreifend dokumentiert. Oder ist am Ende doch die Natur stärker? Eine wahrhaft weltbewegende Frage. Big Bushido, übernehmen Sie!

Kommentare:

Webby, Freitag, 30. Mai 2008, 08:37 Uhr

Übrigens: Feldforschungen im Urwald haben ergeben, dass die besagten Indianer länger als 4 Stunden am Tag arbeiten – bei einem Stundenlohn, der DEUTLICH unter 5 Euro liegt.

 

Joe, Freitag, 30. Mai 2008, 14:31 Uhr

Weißte Webby, ich finde langsam wird's wirklich langweilig. Aber wenn's Dich schärft, immer wieder in die selbe Kerbe zu hauen ...

Bevor ich mich mal eine Weile aus dem Forum verabschiede, weil ich einfach müde bin, immer die gleiche Leier zu hören, folgende Anmerkung zu den Indianern.

"Der größte Teil der betroffenen Stämme hat sich freiwillig für die Isolation entschieden, vor allem wegen der als bedrohlich empfundenen Auswirkungen der Zivilisation. Diese Menschen haben sich bewusst zurückgezogen, vor Störungen von außen, vor Straßenbau, vor Kautschukzapfern, die es seit den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Amazonas gibt", sagt Yvonne Bangert von der Gesellschaft für bedrohte Völker im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE".

Das ist ganz das Denken von Henry David Thoreau.

Meine Wertschätzung und Bewunderung gilt jedenfalls diesen Menschen, und nicht den folgenden:

"Deutsche Spitzenmanager steigern ihre Bezüge zweistellig - Wendelin Wiedeking und Josef Ackermann sind Deutschlands bestbezahlte Konzernchefs - aber nicht nur das: Sie stehen inzwischen auch in Europa an der Spitze der Großverdiener. Das geht aus einer exklusiven Studie von manager magazin hervor. Ebenfalls unter den ersten zehn: Peter Löscher."

Ich würde mich nicht als Pessimisten bezeichnen und glaube schon gar nicht, alles besser zu wissen, aber ich bin auch nicht getrieben von dem Wunsch, die Welt zu verändern und ständig Neues anzufangen, Macht, Geld und Ansehen zu steigern.

 

O�Hara, Samstag, 31. Mai 2008, 08:21 Uhr

Also Webby, wie konntest du nur wieder in diese Kerbe hauen... Wo doch schon der Ansatz völlig verfehlt ist. Die Arrrbeitszeit der Indianer beträgt weder 4 noch 14 Stunden: die Indianer haben doch gar keine Uhr, sie sind wahrscheinlich auch ohne Zeitvorgabe glücklich. Und Geld haben sie natürlich auch nicht, weshalb Stundenlöhne jedweder Höhe entfallen. Auch fehlt es an dem anderen unnützen Zeug (GPS, Navi, Keyboards, Handy, TV, DVD, etc.), so dass auch hier der Bezug zu den Nutzungskosten nicht hergestellt werden kann. Das hättest Dir aber auch denken können. Weißt Du denn noch nicht einmal, wie es in einem richtig glücklichen Urwald mit richtig unabhängigen Indianern aussieht? Ach ja - wer hat eigentlich diese Kerbe, in die Du wieder gehauen hast, weiland geschlagen?

 
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