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Montag, 11. August 2008, 18:34 Uhr

Matchpoint

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Wenn der Tennisball auf der Mitte des Netzes landet, fragt man sich, nach welcher Seite er denn fallen wird, um den Ausschlag für das Match zu geben, und wer oder was denn da schließlich das Ergebnis herbeigeführt hat ("Matchpoint"; ein Film von Woody Allen).

Während im hessischen Bauerntheater Frau Ypsilanti von Kater Carlo Kurt Beck nun doch freie Hand für das weitere Vorgehen bekommen hat (vgl. www.spiegel.de: "Beck lässt Ypsilanti freie Hand"), und man sich im Falle einer Ministerpräsidentin Y. fragen wird, ob dies wirklich des Wählers wahrer Wille war, strebt derzeit einer auf der Weltbühne mit Macht danach, die Macht in einem Land ganz anderer Dimension zu erlangen.

McCain, der Veteran, einer der am Vietnamkrieg teilgenommen hat und der manches besser wissen sollte, hat den Kaukasus-Konflikt in seine Wahlkampfreden aufgenommen und wählt markige Worte. Man liest:

"McCain wettert gegen Russland -
Entschlossen, kompromisslos, präsidial, so will sich der Präsidentschaftsbewerber McCain auf seiner Wahlkampftour präsentieren und kommentiert in Pennsylvania den Krieg am Kaukasus. Russland sei ein "Aggressor" und Nato und Europa sollten mehr Druck machen."

Korea, Vietnam, Afghanistan, Irak, Iran (bislang zwar nur Drohgebärden) und nun schon wieder eine neue Front?

Es sei an dieser Stelle an die Kuba-Krise im Oktober 1962 erinnert, als es Kennedy mit viel Geschick gelang, einen Atomkrieg abzuwenden, vor dem die Welt um Haaresbreite stand (der Film "Thirteen Days" sei jedem geschichtlich Interessierten hierzu nur wärmstens empfohlen). Doch während Kennedy mehr im Lager der Tauben stand, steht McCain ganz offenbar im Lager der Falken, der die Waffenlobby und Ölbohrungen unterstützt. Im Falle seines Wahlsieges könnte einem im schlechtesten Fall schon bald die "Ausweglosigkeit in Sachen Mensch" vor Augen geführt werden.

Es bleibt mithin zu hoffen, daß der Ball auf der richtigen Seite des Spielfeldes aufschlägt.

Kommentare:

Webby, Dienstag, 12. August 2008, 06:18 Uhr

Genau!

 

DER Insider, Dienstag, 12. August 2008, 06:47 Uhr

Wer findet schon dümmliche Turteltauben sexy? Es leben die Falken!!!
... außerdem sind Ölbohrungen ein wichtiges und bewährtes Verfahren zur Energieversorgung.

 
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