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Montag, 18. August 2008, 13:04 Uhr
�Wir brauchen einen Neger“
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Viel Freizeit, eine Liste der Schuhgeschäfte und einen„Neger, der den Rollstuhl schiebt“ - für ihre Dienstreise nach Kalifornien hat ein Grüppchen Bundestagsabgeordneter ganz besondere Ansprüche erhoben. Das Auswärtige Amt bekam prompt eine Beschwerde über die peinlichen Parlamentarier.
Unbedingt lesenswert der entsprechende Artikel bei Spiegel Online, der für sich spricht und daher an dieser Stelle nicht weiter kommentiert zu werden braucht.
Kommentare:
O�Hara, Montag, 18. August 2008, 16:23 Uhr
Der guten Ordnung ist darauf hingzuweisen, dass die unglaublich unsensible, dümmliche und in der Sache auch ohne den "Neger" überhebliche Forderung nach einem "farbigen Rollstuhlschieber" auf dieser Dienstreise von MdB Krüger (SPD Potsdam-West) geäußert wurde (vgl. Internet-Quelle). Die unreflektierte Übernahme des Bildes einer Abgeordneten der CDU begegnet in diesem Kontext sowohl im Internet als auch im Forum erheblichen Bedenken. Ansonsten ist die ganze Geschichte ein Stück aus dem Tollhaus!
Joe, Montag, 18. August 2008, 20:35 Uhr
O'Haras Anmerkung ist insoweit korrekt, als obiges Konterfei im Zusammenhang mit dem CDU Logo möglicherweise einen falschen Eindruck vermittelt, jedenfalls aber die Information unvollständig ist.
Indes sollte die Schlagzeile ja auch nur Interesse an dem vollständigen Artikel wecken. Tatsächlich handelt es sich bei obiger jungen Dame wohl um die CDU-Abgeordnete Annette Widmann-Mauz. Diese wird im Zusammenhang mit dem Vorfall zitiert mit den Sätzen:
"Wir legen schon Wert auf Augenhöhe - Es war nicht der Standard, den wir gewohnt sind".
Die spiegel-online Autorin leitet ihren Artikel dazu wie folgt ein:
"Ein Grüppchen Parlamentarier fühlte sich nicht genug hofiert auf der Dienstreise nach Amerika. Ihre Beschwerden sind ein Dokument der Peinlichkeit." und führt dann weiter unten aus: "Die Depesche wurde jetzt dem SPIEGEL bekannt; sie ist ein seltenes Dokument maßloser Ansprüche und derben Verhaltens deutscher Abgeordneter im Ausland."
Den Rest solltet Ihr aber schon selbst lesen, es lohnt sich nämlich.
Ein Fazit bleibt für mich: es erscheint lohnenswert, Abgeordneter zu werden; unterpriviligierte Staatsdiener wie ich müssen sich ihren Kalifornien-Trip selbst bezahlen.
O�Hara, Dienstag, 19. August 2008, 09:25 Uhr
Du siehst, mein lieber Joe, das Thema überfordert alle. Keiner traut sich was zu schreiben. Alles Zauderer, die fürchten, sich "politisch inkorrekt" zu äußern. Fakt ist: Die Sklaverei wurde 1789 erstmals und 1848 endgültig in Frankreich abgeschafft wurde (Napoleon hatte sie von 1802 bis 19848 wieder eingeführt), die USA verzichteten 1865 auf den "coloured support" beim Rollstuhlschieben; Portugal setzte 1888 den Schlussppunkt. Die Deutschen sind nach dem Lehenswesen und der Schuldknechtschaft im Mittelalter nicht sehr führend gewesen; indes vermutet die UN in der BRD ca. 200.000 Zwangsprostituierte - eine Folge des prosperierenden Menschenhandels (women traficking). Wer hätte das gedacht...
Wg. Kalifornien ist nur anzumerken, dass a) ich auch noch nicht dort war und b) es jedem freisteht, sich wählen zu lassen! Und: keine Ausrede. Auch ein Gemeindeparlament macht tolle Reisen. So hat mal eine hessische Gemeindevertretung steuerfinanziert eine Kläranlage in Israel besichtigt - auch schön. Reisen bildet eben.
Webby-Hulk, Dienstag, 19. August 2008, 10:17 Uhr
Ich wollte Eure traute Zweisamkeit nicht stören, obwohl es mir natürlich ein Leichtes wäre, auch hierzu – in aller Deutlichkeit – Stellung zu nehmen. Politiker dieser Couleur gehören sofort unehrenhaft entlassen. Sie taugen nicht als Volksvertreter. Also: Mandat sofort aberkennen – und ohne Renten- oder sonstige Ansprüche dem Heer der Langzeitarbeitslosen zuführen.