[ zur�ck ]

Dienstag, 19. August 2008, 12:14 Uhr

Der Pate bleibt im Gespräch

Deutsche Journalisten sind Teufelskerle. Sogar mit altgedienten Paten sprechen sie. Beim jüngsten Interview kam raus, dass die Mafia das große Geld nur machen kann, wenn die Politik mitspielt - auch in Deutschland. Mit SPIEGEL ONLINE sprach ein Medaglione über das Selbstverständnis seiner Organisation und seine Version der Morde von Duisburg.

[image]

Hier einige der köstlichsten Zitate:

Es würde mir mehr Probleme bereiten, einen Hund zu töten als einen Menschen. Denn Tiere machen im Gegensatz zu Menschen keine Fehler.

Jeder von uns muss sich an die Regeln halten. Dazu gehören Gehorsam, Treue und Wahrhaftigkeit. Wer sich nicht daran hält, muss zahlen. Vielleicht nicht beim ersten Mal, aber spätestens beim siebenten.

Wir machen keine Fehler. Die blutigen Taten von Duisburg waren notwendig, um weiteres Blutvergießen zu verhindern.


Das ganze Interview gibt's hier.

Kommentare:

O`Capone Hara, Sarkasmus Ltd., Dienstag, 19. August 2008, 16:13 Uhr

In Sizilien zahlen manche Bürger keine Steuern, aber Schutzgeld. Die Mafia hat eine Parallelwelt geschaffen mit Krankenversicherung und Altersversorgung etc. Wenn sich das Modell gegenüber steuerfinanzierten Systemen durchsetzt, sollte man ernsthaft über einen Strukturwandel zum organisierten Verbrechen nachdenken. Bislang bin ich sauber geblieben und hatte es auch weiter vor, aber wenn bessere Argumente überzeugen...

 

Dr. Corleone, Dienstag, 19. August 2008, 19:55 Uhr

Die Parallelwelt der Mafia praktiziert Sozialdarwinismus in Reinkultur: Die schwachen Vertreter der Art erhalten die Chance, früh zu sterben!
Der moderne Rechtsstaat hingegen ermöglicht den Schwachen, sich hinter die Schutz verleihenden Gesetze wegzuducken!
"Wer gibt euch das Recht, die herrlichen Triebe zu beschneiden? Warum fördert ihr das Gewuchere der Hecke im unteren Drittel?" (Nietzsche)

 
Kommentar schreiben:
Name:  

Admin-Login