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Samstag, 31. Januar 2009, 13:07 Uhr

"Politik ist grausam"

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Mit diesen Worten kommentierte Staatsminister Banzer einmal den Rücktritt von Karin Wolff im Februar 2008. Bis zum kommenden Mittwoch wird sich weisen, welches Gewicht der gegenwärtige Doppelminister in der hessischen Landespolitik noch auf die Waage bringt, nachdem Justiz und Kultus den Liberalen zugefallen sind. Jedenfalls steht er für die Übernahme auch eines anderen Ministeramtes bereit. Dem Vollblutpolitiker wäre es zu wünschen, wenn ihn Roland Koch erneut ins Kabinett beriefe. Künftige Hubschrauberflüge sind für Jürgen B. aber zurzeit noch nicht gesichert. Am kommenden Mittwoch soll man Näheres erfahren. Da sieht es bei dem Verfasser dieses Beitrages deutlich besser aus. Die Reduktion des Gesamtgewichts schreitet voran ("Lose weight, feel great").

Kommentare:

Joe, Samstag, 31. Januar 2009, 16:09 Uhr

Mich würde doch mal brennend interessieren, was Oblong-Fitz-Oblong (s. Augsburger Puppenkiste) machen würde, wenn er zukünftig ohne seinen Hofstaat auskommen müßte, über den er offensichtlich so gerne herrscht.

Würde er in die Bedeutungslosigkeit zurückfallen und noch dicker werden? Oder aus Gram Asket werden?

Bei Big O zeigen sich indes schon abmagerungsbedingte Erscheinungen: seine Mails sind von erlesener Dürre ("Gruß HW").

Wahrscheinlich ist ein "lieber" Gruß zu kalorienreich.

 

Webby, Montag, 02. Februar 2009, 09:15 Uhr

Vielleicht wird Banzer jetzt Umweltminister. Oder Familienminister. Oder Sonstwasminister. Bei unseren Politikern ist das Aufgabengebiet ja letztlich wurscht. Hauptsache Minister. In der freien Wirtschaft wird noch nach Fachkompetenz gefragt – in der Politik schon lange nicht mehr. Oder glaubt Ihr allen Ernstes, dass der Geschäftsführer einer Wurstfabrik Chancen hätte, von heute auf morgen eine EDV-Firma zu leiten? In der Politik ist das kein Problem: Wer heute Agrarminister ist, kann morgen das Wissenschaftsressort leiten – und kriegt dann auch noch Altersbezüge. Von wegen „Politik ist grausam“. Dummes Geschwätz: Banzer muss sich um seine Zukunft keine Sorgen machen ...

 

Geheimrat F, Montag, 02. Februar 2009, 11:08 Uhr

In einer Demokratie kann jeder Politiker werden und es dann besser machen und muß sich dann um seine Zukunft keine Sorgen machen (wo andere ständig arrrrbeiten müssen).

 

O�jemine, Montag, 02. Februar 2009, 12:42 Uhr

Es wird wirklich Zeit für einen philosophischen Abend. Die Kurzsichtigkeit der Beiträge ist ja nicht mehr auszuhalten. Warum soll den ein 53-jähriger, der 3 1/2 Jahre Justizminister und 9 Monate Kultusminister war und davor 14 Jahre als Landrat Erfahrung gesammelt hat, nicht ein anderes Ressort übernehmen? Ein Ministerium braucht keinen Fachmann für ein Sachgebiet an seiner Spitze, sondern einen Macher fürs Querdenken; ebenso wie ein Vorstandsvorsitzender einer Firma auch kein Technologie-, Finanz, Personal- und Marketingexperte in Personalunion ist.

 

Webby, Montag, 02. Februar 2009, 15:27 Uhr

Warum soll denn ein 53-jähriger, der 3 1/2 Jahre Justizminister und 9 Monate Kultusminister war und davor 14 Jahre als Landrat Erfahrung gesammelt hat, nicht einfach aus der Politik ausscheiden? Damit auch andere Politiker werden und es besser machen können ...

 

Joe, Montag, 02. Februar 2009, 16:21 Uhr

Stimme Webby voll und ganz zu; irgendeinen Grund, Banzer zu bemitleiden, sehe ich auch nicht.

Und was seine Ausführungen zur Qualifikation von Ministern betrifft, sollten wir uns mal an Joschka Fischer erinnern, der sich bekanntlich als Student immer redlich bemühte ...

Und was die Frage der Altersbezüge betrifft, erinnere ich mich an einen sehr gut recherchierten Artikel aus Spiegel oder Focus, der z.B. mal die Versorgungsanwartschaften von Frau Nolte beleuchtete. Ihr erinnert Euch, die 28-jährige Familienministerin unter Kohl.
Ja, da kann man schon leuchtende Augen bekommen.

Big O sieht das natürlich - wie meist - aus staatstragenden Gründen ganz anders. War bzw. ist doch alles verfassungskonform und demokratisch legitimert, was wollt Ihr eigentlich ??

 

O�Hara, Montag, 02. Februar 2009, 17:37 Uhr

Von Mitleid war keine Rede - ich habe nur die Sachlage geschildert und ein aktuelles Thema eingestellt. Eure Beiträge scheinen mir ein wenig von Frust und schlechter Laune durchsetzt. Neben der durchaus angebrachten Kritik am gegenwärtigen System verbleibt einem jeden die Möglichkeit, es besser zu machen und selbst aktiv mitzuwirken - sei es staatstragend oder zumindest als Souverän bei Wahlen. Was sind denn, lieber Joe, eigentlich Deine "staatstragenden" Erwägungen an dieser Stelle? Zwar geht die gefühlte Recherche mit "Kohls Mädchen Claudia" in die richtige Richtung (focus v. 05.03.2007). Klar haben wir einiges zu verbessern in unserem System. Aber der Schwenk zu überzogenen Versorgungsanwartschaften im Kontext mit einem Minister, der bereit ist, weiter zu arbeiten und sich nicht auf eine Versorgung zurück zu ziehen, ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar. Und, lieber Webby, Dein Konzept eines Politikers auf Zeit ist charmant; ich fürchte aber, dass es in unserem Lande keine Realisierungschancen hat. Dazu müssten viele Menschen auf zuviel verzichten - und mal ehrlich, Jungs: auch ich mit meinem kargen Richtergehalt will nicht gerne verzichten (wohl aber alsbald "den Gürtel enger schnallen" - hä, hä).

 
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