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Dienstag, 10. Februar 2009, 06:16 Uhr
Der„Frankenblitz“
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Da ist er. Der Neue. Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg. Noch ein bisschen farblos, aber das wird schon. Er spielt Klavier, liebt Autos von Audi, ist mit Tom Cruise befreundet, war bei den Gebirgsjägern, ist promovierter Jurist, verheiratet, hat 2 Töchter und ist mit 37 Jahren der jüngste Bundesminister der Nachkriegsgeschichte. Er frisiert seine Haare streng nach hinten mit "Edge-Gel". Und er hat 11 (!) Vornamen, die der Bundespräsident bei der heutigen Ernennung verlesen muss. Zu viele Namen (und Zahlen) für manch’ einen der Herrenwanderer. Sein Motto:„Nicht der Name zählt, sondern Leistung.“ Ob es sich lohnt, dass wir für ihn Pension bezahlen? Wird er die Krise meistern? Oder ist die Natur wieder stärker?
Kommentare:
Webby, Dienstag, 10. Februar 2009, 07:54 Uhr
Eine vortreffliche Wahl. Es gibt ganz offensichtlich keinen Besseren – und man soll alles positiv sehen (das ist auch am einfachsten). Bestimmt wird er das Blatt zum Guten wenden. Gestern im „heute journal“ darauf angesprochen, dass er ja bislang nicht gerade durch Wirtschaftskompetenz aufgefallen sei, gab sich zu Guttenberg dennoch zuversichtlich, dass er die Aufgabe meistern werde – „mit Tatkraft und Mut“. Und heute morgen hieß es in den Nachrichten, er sei sicher, dass man das Bundeswirtschaftsministerium „mit gesundem Menschenverstand“ führen könne. The future's so bright, you gotta wear shades!
Webby, Dienstag, 10. Februar 2009, 07:58 Uhr
Übrigens: Der vernünftigste Vorschlag kam meiner Meinung nach aus den Reihen der SPD. Dort hieß es, Peer Steinbrück könne doch das Wirtschaftsministerium mit übernehmen. Das hätte ich begrüßt, zumal ich Steinbrück für einen Mann halte, der wirklich Ahnung hat und außerdem durchsetzungsstark ist. Aber aus parteipolitischen Gründen (Postengeschachere) war das natürlich undenkbar. Merke: Was gut ist fürs Land, muss noch lange nicht gut für die Partei sein.
Geheimrat F, Dienstag, 10. Februar 2009, 08:18 Uhr
Man wirft Glos (zu Recht wie ich meine) vor er wäre kein Gegengewicht zu Steinbrück gewesen. Als Folge des Ungleichgewichtes zwischen Finanz-und Wirtschaftsressort sind wichtige Entscheidungen zu sehr an staatlicher Lenkung und steuerlichen Überlegungen und zu wenig durch wirtschaftliche Überlegungen getroffen worden. Es gibt daher zu Recht zwei Ministerien, die nicht zusammengelegt werden sollten.
Hoffentlich wird der auf mich sehr eitel und eher überheblich wirkende Freiherr von und zu Guttenberg ein akzeptiertes Gegengewicht zu Steinbrück.
Secret Service, Dienstag, 10. Februar 2009, 09:30 Uhr
Keep your fingers crossed!
CDU, Dienstag, 10. Februar 2009, 09:34 Uhr
Der Bundestagsabgeordnete Andreas Lämmel (CDU), Mitglied im Wirtschaftsausschuss, kritisierte: „Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise hätte das Amt von einem ausgewiesenen Wirtschaftsexperten übernommen werden müssen. Herr von Guttenberg ist bisher eher als Außenpolitiker aufgefallen.“
Einer, der durchblickt, Dienstag, 10. Februar 2009, 11:02 Uhr
Seit wann müssen Minister fachliche Kompetenz haben? Eloquenz, Machtbewusstsein und geschicktes Verhalten beim Intrigenspiel sind gefragt!
Dubai-Daum, Dienstag, 10. Februar 2009, 11:20 Uhr
Frrrange zu sein, einen (überflüssigen) Adelstitel mit sich herumzuschleppen und im elterlichen Betrieb (aus-)geholfen zu haben, qualifiziert doch nicht für ein Amt wie das des Wirtschaftsministers! Schon gar nicht in Zeiten wie diesen! So gesehen, stimme ich dem zitierten Herrn Lämmel 100%ig zu.
Was wir brauchen, ist eine ausgewiesene Expertin, die weiß, wie Marktwirtschaft funktioniert. Eine, die auf Protektionismus, wie ihn Sarkozy neuerdings im französischen System zu implementieren begonnen hat, genauso verzichtet wie darauf, marode Unternehmen durch staatliche Hilfe künstlich am Leben zu erhalten. Leistung und Nachhaltigkeit sollen schließlich belohnt werden. D. h.: Insolvenzen stabilisieren die Marktposition solide wirtschaftender Unternehmen. Und sie eröffnen sanierungswilligen Investoren Chancen. Nur so können die Unternehmenslandschaft und damit die Wirtschaft aus sich selbst heraus gesunden!! Und auch nur so können mittelfristig Arbeitsplätze entstehen!!
Webby, Dienstag, 10. Februar 2009, 11:24 Uhr
@ Dubai-Daum: Warum ExpertIN? Weil Frauen multitaskingfähig sind, oder wie oder was?
Dubai-Daum, Dienstag, 10. Februar 2009, 11:35 Uhr
@ Webby: Warum denn nicht, wenn Sie vom Tuten und vom Blasen Ahnung hat!
Webby, Dienstag, 10. Februar 2009, 12:03 Uhr
Genau, mein Lieber, dann ist unsere Wirtschaft schon bald wieder auf dem aufsteigenden Ast!
Joe, Dienstag, 10. Februar 2009, 14:21 Uhr
Also, üblicherweise finde ich Webby's Ideen ja recht gut, aber die Vorstellung, Wirtschafts- UND Finanzministerium würden beide von Peer Steinbrück geleitet, finde ich eher erschreckend.
In diesem Falle folge ich doch eher den Anischten unseres geschätzten Geheimrats.
Im übrigen: Der Umstand, das jemand bislang eher als Außenpolitiker aufgefallen ist, disqualifiziert ihn ja wohl nicht per se für eine andere Tätigkeit.
Mal ein bißchen frischer Wind tut da oben betsimmt ganz gut.
@Dubai: Welche Tut- und Blasexpertin würde Dir denn vorschweben?
Dubai-Daum, Dienstag, 10. Februar 2009, 14:38 Uhr
Steinbrück heute morgen zu BILD: "Ich ziehe meine Kandidatur zurück, diese Wahl kenne ich überhaupt nicht, und Sie sind ´n Arschloch!"
- Spaß beiseite -
@ Joe: Wie hieß nun doch gleich wieder mal die republikanische Fellatrix aus Alaska? Die würde den Wirtschaftsbossen mal kräftig den Schwarsch b-l-a-s-e-n!!!
O�oooohhhhoooo, Dienstag, 10. Februar 2009, 15:23 Uhr
Wie heißt denn eigentlich die deutsche Antwort auf "Miss Oral Offíce" (Monika Lewinski)?
Wobereit, Dienstag, 10. Februar 2009, 17:30 Uhr
@ O´oooohhhhoooo: Guido Westerwelle!
Webby, Dienstag, 10. Februar 2009, 19:22 Uhr
Bei Blasen empfehle ich Hansaplast. Und allen Geheimräten (einer davon hat jedenfalls schon ausgeprägte gleichnamige Ecken) sei folgende Lektüre empfohlen (aus der „taz“, Januar 2009):
Er ist eine wirtschaftspolitische Legende, auf die man sich in der Krise gern besinnt: Karl Schiller. Allein der Name des SPD-Wirtschafts- und Finanzministers der großen Koalition der 1960er Jahre weckt Erinnerungen an das goldene Zeitalter westlicher Wohlfahrtsstaaten. An eine Zeit, in der es gelang, die soziale Marktwirtschaft mit einer antizyklischen staatlichen Wirtschafts- und Finanzpolitik und einer "Globalsteuerung" präventiv gegen Krisen abzufedern - auch mit Eingriffen in das freie Spiel der Kräfte. „Markt soweit möglich, Plan soweit nötig“, lautete einer von Schillers Leitsätzen. Einer, der angesichts von außer Kontrolle geratenen Finanzmärkten und hektischen Diskussionen um Konjunktur- und Rettungspakete ein Modell verheißt, das auf einmal wieder modern erscheint.
ohne Worte, Dienstag, 10. Februar 2009, 19:34 Uhr
Dem ist wohl nix mehr hinzuzufügen..
Geheimrat F, Mittwoch, 11. Februar 2009, 06:51 Uhr
wow, mit diesem zusammen 17 Beiträge. Webby wir danken Dir.
Joe, Mittwoch, 11. Februar 2009, 19:06 Uhr
He, Webby, was empfiehlst Du denn BEIM Blasen?
Webby, Donnerstag, 12. Februar 2009, 08:01 Uhr
Is' doch klar, Joe: Hansa-Blas!
NIV e a (U)?, Donnerstag, 12. Februar 2009, 20:10 Uhr
Nivea?
oder doch NIVEAU?