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Freitag, 13. Februar 2009, 08:06 Uhr
Endlich: Nur noch gute Nachrichten!
Es liegt offenbar in den Genen der Menschheit begründet, dass schlechte Nachrichten auf mehr Interesse stoßen als gute. Das Paradoxe: Trotzdem sehnt sich jeder nach guten Nachrichten (und kaum einer kann das Krisengerede noch hören). Gut, dass es die Amerikaner gibt. Denn die haben uns nicht nur das leckere Fast-Food und die kraftvollen„Hummer“ gebracht – sie lassen uns jetzt auch in den Genuss von ausschließlich guten Nachrichten kommen. Auf „www.happynews.com“ gibt's nur Positives zu berichten. Da kann manch einer, der mit Sorgenfalten in die Zukunft guckt, sein Seelenheil finden – gerade am Freitag, den 13. Alles wird gut!
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Kommentare:
Dubai-Daum, Freitag, 13. Februar 2009, 12:03 Uhr
Alles ist positiv, es kommt nur auf die Sichtweise an!
Pfarrer B., Freitag, 13. Februar 2009, 12:27 Uhr
ist zwar naiv aber mir persönlich angenehmer als Journalisten, die mit erhobenem Zeigefinger die Moral hoch halten oder sich genüßlich in düsteren Zukunftsvisonen ausbreiten (only bad news are good news). Natürlich kommts oft auch darauf an was man aus einer Situation macht. Manche neigen eher zur pessimistischen Sicht. Weiter kommen wir aber eher durch optimistisches Anpacken von Problemen (bzw. aufgeblasenen Problemchen)
Webby, Freitag, 13. Februar 2009, 12:57 Uhr
Sehr richtig, Herr Pfarrer/Geheimrat: Als Pessimist verändert man nichts – sagte schon Sting!
Top Sekret, Freitag, 13. Februar 2009, 13:39 Uhr
Scheiße meine Tarnung ist aufgeflogen
Meister Ba, Freitag, 13. Februar 2009, 15:23 Uhr
@Dubai:
Japan, vor etwa 800 Jahren:
Zwei Mönche unterhalten sich. Sagt der eine: schau, wie sich die Fahne im Wind bewegt.
Sagt der andere: es ist so, daß der Wind die Fahne bewegt.
Eine zuällig vorbeikommende Nonne hat das Gespräch mit angehört.
Sie sagt: Tatsächlich ist es nur Euer Geist, der sich bewegt.
Das mit der Sichtweise ist also so eine Sache. Physiker würden wahrscheinlich sagen, "objektiv" betrachtet gibt es positive und negative Teilchen; das läßt sich sogar nachweisen.
Der ZEN-Buddhismus jedenfalls strebt danach, diese Dualität zu überwinden.
Lesenswert dazu Hekingaroku, Fall 3: Buddhas mit Mondgesichtern, Buddhas mit Sonnengesichtern (einfach mal bei google eingeben).
.`...., Freitag, 13. Februar 2009, 15:46 Uhr
Ist mir klar, dass unser Urologe, Pfarrer und Geheimrat in Personalunion durchweg ein "Top Sekret", dieses aber ganz "top secret" absondert. Unser aller Meister dagegen bewegt sich auf Wolken von hinnen nach dannen und vermag sogar die Naturgesetze (Wind, Fahne, Impuls, etc. pp.) - zumindest gefühlt oder geglaubt - außer Kraft zu setzen. Das wird ein geiler philosophischer Abend. Topic: "Wohin weht uns der Buddhismus?"
Der Sch�ler des Meisters, Freitag, 13. Februar 2009, 18:39 Uhr
Eine sehr gute Frage des Namenslosen, die ganz die Koan-Frage eines ZEN-Meisters sein könnte.
Lesenswert dazu das Werk von Arul M. Arokiasamy "Warum Bodhidharma in den Westen kam".
Ich wage mal ein Antwort auf die Frage des Namenslosen: "mal in den Süden, mal in den Norden. Manchmal weht er gar nicht".