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Freitag, 20. März 2009, 09:16 Uhr
Freut Euch des Lebens!
Freut euch des Lebens,
weil noch das Lämpchen glüht,
pflücket die Rose, eh’ sie verblüht !
Man schafft so gern sich Sorg und Müh’,
sucht Dornen auf und findet sie,
und läßt das Veilchen unbemerkt,
daß dort am Wege blüht.
Wenn scheu die Schöpfung sich verhüllt
und laut der Donner ob uns brüllt,
dann lacht am Abend nach dem Sturm
die Sonne, ach, so schön...
Wer Neid und Mißgunst sorgsam flieht
und G’nügsamkeit im Gärtchen zieht,
dem schießt sie schnell zum Bäumchen auf,
das goldene Früchte trägt...
Wer Redlichkeit und Treue liebt
und gern dem ärmeren Bruder gibt,
bei dem baut sich Zufriedenheit
so gern ihr Hüttchen auf...
Und wenn der Pfad sich furchtbar engt
und Mißgeschick dich plagt und drängt,
so reicht die Freundschaft schwesterlich
dem Redlichen die Hand...
Kommentare:
Ein geneigter L�eser, Freitag, 20. März 2009, 10:05 Uhr
Deutsche ZEN-Kunst - alle Wetter!
Joe, Freitag, 20. März 2009, 18:37 Uhr
Mann, ob solcher Dichtung wird's einem ja ganz warm uns Herz.
Klingt irgendwie nach Deutscher Romantik im Sinne eines Goethe, oder so.
Jedenfalls: ES WIRD FRÜHLING, und das ist auch gut so ...
Dem geneigten L´eser sei aus dem Film, bei dem er leider (!) bei mir einschlief, zur Rose noch folgendes Kurzgedicht von Walt Whitman gewidmet:
Pflückt Rosenknospen, solange es geht,
die Zeit sehr schnell Euch enteilt,
diesselbe Blume, die heute noch steht,
ist morgen dem Tode geweiht.
M�oriturus, Samstag, 21. März 2009, 10:58 Uhr
Das unbotmäßige Wegnicken bei cineastischen Höhepunkten war mein Fehler, sorry. Wir hatten bei Dir sehr lecker und auch sehr lange und sehr spät - etwa 20.00 bis 22.00 Uhr - gegessen und einen oder zwei vorzügliche Weine genommen. Dem Ganzen ging ein damals lustvoller ministerialer Tag (von 7.00 h bis 19.00 h) voran. Ich werde also vor einem nächsten Besuch einfach mal morgens länger ruhen, einen Mittag frei nehmen und ein Schläfchen machen - dann halte ich abends länger als 23.30 Uhr aus und kann Filme vielleicht auch bis zum Ende anschauen.
Ansonsten vielen Dank für das Entreé von "Amerikas berühmtestem Dichter" ins Forum (Ich wusste gar nicht, dass die überhaupt Dichter hatten...). Walt W., ein Zeitgenosse des Sezessionskrieges 1861-1865, überzeugt auch muttersprachlich: "Beat! beat! drums!--Blow! bugles! blow!
Through the windows--through doors--burst like a ruthless force". Hört sich weniger sanft an - eher was für den Hulk (oder für Trommler).