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Sonntag, 14. Juni 2009, 10:11 Uhr
Matthias Horx und die perfekte Welle
Über die„Weisheit der Finanzkrise“ äußerte sich vor wenigen Tagen Zukunftsforscher Matthias Horx in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen. Für ihn ermöglicht die aktuelle Weltwirtschaftskrise mit ihrer„produktiven Erschütterung festgefahrener Erwartungsbilder“ gute Zukunftsarbeit.„Alarmismus“ aufgrund der realen Entwicklung sei fehl am Platz, die Welt werde nicht schlechter, sondern besser. Ab 2050 erwartet Horx eine Verringerung der Erdbevölkerung, außerdem weniger Armut und weniger Kriegstote. Auch der Klimawandel werde sich relativieren. Der Zukunftsforscher ist überzeugt, dass„eine Gesellschaft, die bei Krisen dem zentralen Handlungsmotiv Angst gehorcht, untergehen wird“.
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Finanzkrisen seien vielmehr„Indikatoren von Wertschöpfungssprüngen“. Auf tiefe Krisen folgten immer Erneuerungsschübe bei Energie/Strom, bei Mobilität/Auto und zuletzt bei der Informationstechnologie. Nun sieht Horx die nächste Welle kommen, die postfossile Energien, Biotechnologien und Humanressourcen nach oben treiben werde. Von einer„Greenobalisierung“ werde die ganze Welt profitieren.„Ein Utopist bin ich nicht“ sagt Horx,„nur ein Optimist".
Kommentare:
O�Hara, Sonntag, 14. Juni 2009, 12:15 Uhr
Super. Ab 2050 wird alles besser und Finanzkrisen sind nur „Indikatoren von Wertschöpfungssprüngen“ - das tröstet vor allem die Menschen in der Insolvenz. Immerhin ist Horx über die Maßen qualifiziert (vgl. seine Homepage) und hat bspw. von 1973-1980 "studiert - u.a. Soziolgie". Von irgendwelchen Abschlüssen ist keine Rede. Aber das sind ja auch nur Formalien. Hier hat es offenbar ein Freelancer (und "überzeugter Europäer" - das bin ich ab jetzt auch, ich glaube, das kommt immer gut an...) geschafft, sich ganz nach oben zu schreiben. Respekt. Sagenhaft, wie manche es schaffen.
Dubai-Daum, Montag, 15. Juni 2009, 08:16 Uhr
Den Sektor "Biotechnologie" deckt man - chancenorientiert bei überschaubarem Risiko - mit einem global ausgerichteten Fonds/Zertifikat mit ausgeprägter Technologielastigkeit (z. B. "Franklin Templeton Growth Fund"; Wertentwicklung seit 01.01.09: > 20 %) ab.
Auf geht´s in die nächste Runde!
Geheimrat F, Montag, 15. Juni 2009, 09:08 Uhr
Der Artikel ist mir unter allen negativ-apokalytischen Presseberichten wohltuend positiv aufgefallen. Auch wenn O-Hara versucht den Autor als unqualifiziert zu difamieren, findet man ähnliche Aussagen von hochqualifizierten Wissenschaftlern ebenfalls. Das Problem ist zumindest in Deutschland vor allem die Presse, die eben nur bei negativen Nachrichten (gut macht sich eine drohende Naturkatastrophe oder auch Sozialneid Themen) gut verkaufen kann.