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Freitag, 14. August 2009, 13:00 Uhr
Schlämmer geht's nemmer!
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Eine absurde Situation: Es ist Wahlkampf, und in den Medien wird mehr über Fake-Wahlplakate berichtet, als über den programmatischen Streit der Kandidaten. Da passt die heutige "Mopo"-Schlagzeile ins Bild: "Horst Schlämmer: Zoff mit der CDU". Der Hintergrund: In Grevenbroich wirbt die CDU-Kandidatin Ursula Kwasny mit Schlämmer, dem fiktiven Lokalreporter aus ihrem Wahlbezirk. Prompt ließ Kerkelings Produktionsfirma das Plakat verbieten. Immerhin will Schlämmer ("Isch kandidiere") auch in den Bundestag.
Der derzeitige Schlämmer-Wirbel ist tatsächlich enorm. Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage würden 18 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme der Kerkeling-Kunstfigur geben. Das zeigt, in was für einer absurden Situation sich aktuell der Wahlkampf befindet: Es wird mehr über Comedy- und Spass-Aktionen gestritten, als über politische Programme.
Kommentare:
Der W��hler, Freitag, 14. August 2009, 15:32 Uhr
Horst Schlämmer ist Hape Kerkeling. Soweit ok. Doch wer steckt hinter Angela, Frank-Walter, Guido und den anderen? Echt sind die doch auch nicht, oder?
Joe, Samstag, 15. August 2009, 09:43 Uhr
Ins Schwarze getroffen, O'Hara. Wollte gestern was Ähnliches schreiben, angesichts der aktuellen Nachrichten aus der Politik, wer im Hinblick auf die bevorstehende Wahl mal wieder wem was vorwirft (die CSU der FDP mangelnden Sachverstand, die SPD der Kanzlerin Ideelosigkeit etc.etc.)
Aber wir haben ja noch die Wählerstimmen von Wählern, die sich ernsthafte Gedanken um Inhalte machen. Diese Stimmen haben tragendes Gewicht, und werden die Verantwortlichen schon wieder auf Kurs bringen - alles wird gut!
Webby, Samstag, 15. August 2009, 17:35 Uhr
Hört sich gerade so an, als ob ein überzeugter Nichtwähler (> Europa) zu einem ernsthaften Wähler mit tragendem Gewicht geworden ist. Wahrhaftig: Alles wird gut!
S�techm�cke, Samstag, 15. August 2009, 21:57 Uhr
Na, wenn das so ist: Ich, ich, ich - wähl´ mich mit der Zweitstimme!
O�Hara, Sonntag, 16. August 2009, 05:10 Uhr
Frau Zypries - nur mal den Wanderern zur Info - hat übrigens auf ihrem Vortrag am vergangenen Donnerstag in Wiesbaden nur sehr moderat auf Guttenbergs Anwalts-Gesetzentwurf geschimpft und in erster Linie beklagt, dass der Entwurf auf Anwaltspapier weitergereicht wurde. In wunderbar wortverdrehender, nicht greifbarer Weise gelang es ihr, ihr Bundesjustizministerium als insoweit "clean" darzustellen - bis dann freilich am Samstag die Meldung von dem Düsseldorfer Rechtsprofessor tickerte, der für 6.000,- knowhow in da BMJ gespült hat. Man sollte sich mal die Ausschreibungsunterlagen zeigen lassen... Bei den Anwälten von zu Guttenberg aber genauso...