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Sonntag, 16. August 2009, 08:44 Uhr

Die Zeit der Rattenfänger

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Jetzt beginnt sie wieder, die heiße Zeit der vollmundigen Reden, der polemisierenden Angriffe einerseits, und der leeren Versprechungen andererseits.

Die SPD - demoskopisch zurückliegend - muß Gas geben. Das tut zu auch, man betrachte nur die Körpersprache des Herrn M. und lese seine Philippika:
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,643047,00.html
Es erinnert daran, wie Herr G.S. - ein Meister des öffentlichen Auftrittes und der Beherrschung der Medien (stets kraftvoll lächelnd) - vor einigen Jahren es tatsächlich schaffte, seine Partei mit ähnlichem Vorgehen aus dem Umfragetief herauszuholen.

Was nicht heißen soll, daß den Vertretern der Anderen nicht die gleiche Gabe gegeben wäre. Man denke nur an die Worte des großen Helmut K. vor einigen Jahren, nach der Wiedervereinigung würde es keinem schlechter, sondern nur vielen besser gehen.

Was bleibt von diesen Reden? Eine banale Erkenntnis: Wen ein Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter (... oder s bleibt so, wie s ist).

Kommentare:

Joe, Montag, 17. August 2009, 08:00 Uhr

Sehr lesenswert hierzu auch noch:
"Das ist nicht lustig ...!"
www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/
0,1518,643132,00.html

 

Webby, Montag, 17. August 2009, 08:22 Uhr

Sehr richtig, Joe: Es geht politischen Parteien heute längst nicht mehr um das Durchsetzen eigener Überzeugungen, sondern lediglich um Wählerstimmen. Koste es, was es wolle. Deshalb legt sich kaum einer fest, deshalb sind die Plakate so schwammig. Die FDP tönt: "Freiheit wählen". Ich frage mich: Was denn sonst? Gefangenschaft? Die CDU verspricht: "Wir haben die Kraft". Ich frage mich: Für was? Lediglich die LINKEN haben die Traute, klare Inhalte auf ihre Plakate zu schreiben. Auf die Gefahr hin, dass sie damit stark polarisieren und Wähler verlieren. Immerhin: die haben eine Überzeugung und scheuen sich nicht, diese auch in Worte zu fassen Ich kann ja dann immer noch entscheiden, ob ich die wähle oder doch eher die Partei der Eisberg-Bewahrer.

 

Joe, Montag, 17. August 2009, 10:20 Uhr

In diesem Punkt läßt sich Konsens erzielen: zumindest sind sie halbwegs klar und ehrlich, die Linken.

Also doch die Arsch-Partei wählen (s. Beitrag vor kurzem)? Hhmm, letztendlich wohl auch keine echte Alternative.

Wirst sehen, am Ende wählt die Mehrheit Hape K.

 

Webby, Montag, 17. August 2009, 11:03 Uhr

Ich würd' ihn wählen. Ernsthaft. Die anderen sind jedenfalls nicht besser.

 

S�taatsorganisationsrecht light, Montag, 17. August 2009, 15:05 Uhr

Was stellt Ihr Euch denn vor, Ihr Lieben? Wie soll denn sonst der (vorrangig interessierende) Machterhalt (= berufliche Sicherheit) gesichert werden? Es stehen ca. 19 Bundesministerien zur Diskussion, d.h. 19 Minister(innen), 19 x 2-4 Staatssekretäre, 19 x 4-8 Abteilungsleiter, die ich nach einem Wahlsieg sofort ohne Angabe von Gründen neu besetzen kann, 19 x M-Büro und 19 x soundsoviele Dienstwagen etc. Weiter ungeahnte Einflüsse z. B. auf die Zusammensetzung der obersten Gerichte des Bundes, nachgeordnete Behörden, u.v.m.

Ansonsten - es war doch eigentlich schon immer so, oder (vgl. BT Wahl 1957):

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Das Plakat kann man heute genauso aufhängen (Abschaffung des Soli, Vertrag von Lissabon und Afghanistan).

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Karikatur rechts: Merkel (ähnl.), links: Steinmeier (ähnl.).

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Passt immer, für jede Partei.

 

DG Beware., Montag, 17. August 2009, 16:01 Uhr

Früher wars eben doch besser

 
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