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Sonntag, 13. September 2009, 13:03 Uhr
Rheinsteig Reminder 2009
Donnerstag, 10. September 2009
15.30 Uhr am Ärztehaus – wie gehabt. Die Tour 2009 konnte pünktlich beginnen. Ein gemütliches Haus am Rande des Marktplatzes von Rhens („Goldener Stern“) bot Obdach für die Truppe. Stevie„Lizard“ van B. hatte alles gegeben und die seit langem mit Spannung erwartete diesjährige Wanderung völlig überraschend vier Tage vor Beginn auch inhaltlich ansprechend avisiert. In der Flussmitte liegende Burgen boten den historischen Rahmen für die allen erinnerlichen Aphorismen der 60er und 70er Jahre.„Männer – isch will die Borsch habbe!“ so jedenfalls der Sage nach Bill Bo angesichts der wider Erwarten verteidigungsbereiten Burg Dingelstein.„ Was für’n Simbel had’n erzählt, dass die Borsch unbewacht ist?!“ Nach einem kleinen Orientierungsmarsch durch Rhens, der den Wanderern insbesondere ein am Wochenende stattfindendes Stadtfest offenbarte (Details später), traf sich die Mannschaft in einem gemütlichen Separèe zum Abendmahl. Höchste Werte allgemein und im besonderen für den Tourmaster, als er transpirationsgeeignete T-Shirts („Ist sisch schönnes blaues Donau“ –„Des isch doch de Rhoi, Du Simbel“) nebst wetterfesten Wanderkarten überreichte. Nach einem schmackhaften Essen (Kellnerin Andrea: schöne blaue Augen, ansonsten unauffällig) mit auffallend geringem Alkoholanteil sanken die Wanderer in Morpheus Arme.
Freitag, 11. September 2009
Frühstück mit Bildzeitung, sodann die Wanderung. 17 km. Zu Fuß. Wenn das mal gut gehen sollte. Das lohnende Zwischenziel – der Vier-Seen-Blick. Angestrebtes Finale: Bootsanlegestelle Bad Salzig. Abfahrt 16.30 Uhr. Auf dem Weg freilich nutzten weder das laminierte Kartenmaterial noch die mit GPS pp. ausgestatteten High-Tech-Teile einzelner Fortschrittsgläubiger, um das jährliche Sich-verlaufen zu vermeiden. Nach einer kleinen Schleife und einigen Höhenmetern mehr erreichten sie dann doch alle acht (Schlock sollte erst am Freitagabend folgen) das Panorama-Restaurant Gedeonseck. Ein herrlicher Ausblick, der Dank der langen Wartezeit aufs Essen weit über eine Stunde genossen werden konnte, entschädigte mehr als genug für den beschwerlichen Aufstieg, den die nunmehr allesamt der Gruppe„50 plus“ angehörenden problemlos bewältigten. Die Kondition war im Gegenteil so stark, dass der sich für den Abstieg anbietende Sessellift nur ein mildes Lächeln erfuhr und links liegen blieb. Umso steiler ging es dann freilich bergab. Man erreichte zwar nicht mehr Bad Salzig, dafür aber das von der progredienten Globalisierung auch nicht verschonte Boppard. Eine geistig mehr als wache chinesische Servicekraft verwöhnte die Wanderer mit Kuchen, Eis und Kaffee. Nach einem kleinen Spaziergang durch B. entschied man sich für die Heimreise per Bus. Ein mehr als charmanter Busfahrer gab das Wechselgeld mit freundlichen Worten („Da, kauf’ Dir was Süßes.“) an den König zurück. Am Abend ging es dann in eine echte Hühnerkneipe mit überschaubarer Speise(n)karte („Hähnchen“ und„Käse“ – mehr hammer net). Freund Schlock traf so rechtzeitig ein, dass die Zeche durch 9 geteilt werden konnte. Im Anschluss gab es noch ein oder mehrere Absacker in Peters Streichholz-Kneipe mit skyTV und einem erregenden 4:1 von Kaiserslautern gegen Duisburg.
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Samstag, 12. September 2009
Spätestens um 9.00 Uhr mußten das Frühstück (incl. Bild-Zeitung und Opel Propaganda auf der Titelseite: "Wir leben", auf Seite 3 dann "Wir leben Autos") und das planvolle, stets auch ermüdlich erläuterte Entleeren des Daum’schen Darmes abgeschlossen sein. Dann ging es mit Sammeltaxen und Transfer via Fähre nach Kaub. Die Altstadt erwies sich ebenso als zentrales Waffen- und Militaria-Lager wie auch als Irrgarten, der die Truppe wieder mal zur entwürdigenden Benutzung von Mobiltelefonen (Nr. 1) zwang, um sich wieder zu finden. Dann aber ein wunderbarer, wenn gleich kräftezehrender Marsch über die Weinberge Richtung Loreley. Highs and Lows: Ein erst um 12.00 Uhr geöffneter Getränkestand wurde bereits um 11.00 Uhr erreicht. Die Themen auf der Tour: Wegweisend und erhellend wie stets. Bikinimode und Suizid, Verdauungsprobleme und Prostatae, Vergleichstest Opel Astra - Audi A 3 unter besonderer Berücksichtigung von Lichtmaschine und Kofferraumvolumen. Ein unnötig schwächelnder König, der 20 m vor dem von den Kollegen eingenommenen Rastplatz kurz pausieren musste. Ein freundlicher Rasenmäher-Fahrer, der sich darüber beklagte, dass die Wegführung des 45 Jahre durch sein Örtchen führenden Rheinsteigs nunmehr geändert wurde und die Leute unnötig den Berg runter und wieder hoch gehetzt würden. Mehrfach wunderschöne Ausblicke auf den„Vater Rhein in seinem Bett“. Freundliche Finder des vorübergehend vermissten SchlockPhones. Ein gastlicher Camping-Platz mit Rindfleischsuppe und Marmorkuchen. Ein orientierungsloser König, der weisungsgemäß Frischwasser aufnahm, von seinem Volk aber verlassen wurde und erst fernmündlich (Entwürdigung Nr. 2) Anschluss fand. Im Loreley-Museum ein 3D-Film über ein nur schwerlich erkennbares Weltkulturerbe (dennoch haben die 20 Minuten Pause gut getan). Die Loreley selbst war gar nicht da. Aber wir waren oben! Sodann stramme 45 Minuten nach unten nebst Ankunft in St. Goarshausen. Reichlich Zeit um verdauungsfördernde Eistütchen zu verzehren (D.D.), die Staubentwicklung eines ADAC-Rettungshubschraubers wahrzunehmen und die Ankunft des Steamboats„Goethe“ zu erwarten. Erstklassige Moderation an Bord verdeutlichte das durchweg hohe Niveau der Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt. Der sich den Wolf tanzte u. a. fuhren dann mit Taxen zurück zum Quartier. Duschen pp. Sodann Tatort„Zum Schiffchen“. Titte wies vor Beginn der Abendveranstaltung auf den dort gefeierten 80sten Geburtstag seiner Schwiegermutter hin (klar, dass weitere Feierlichkeiten an gleicher Stelle nunmehr ausgeschlossen sind). Im Mittelpunkt des (partiellen) Interesses: 1. Die Bedienung. Namenlos, aber hinsichtlich Fesseln und verlängertem Rücken von Fachkräften für sehr gut befunden. 2. Weiß- und Grauburgunder. Alles in allem ein hervorragendes Essen. Bestens gelaunt erreichte man den Festplatz, der von der Band Teamwork ansprechend beschallt wurde. Die Quelle des Abends war sodann Schoko, der nach den noch nicht abgeschlossenen Ermittlungen alle (?) dort getrunkenen Königsbacher bezahlt hatte. Was sich hier abspielte, kann in Worten nicht wieder gegeben werden, ist aber leider von Technik-Titte gefilmt worden (Details noch später). Gegen 00.30 Uhr: Erfolgreiche Rückkehr in den„Stern“ mit gefilmtem Treppenhaus-Finale. Bettruhe.
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Sonntag, 13. September 2009
Frühstück um Neun. Fortsetzung der Bild-Propaganda ("Wir leben Autos II") mit gesonderter Hommage an den am Vorabend besungenen Eisbären. Gruppenfoto o. Rhein m. Festplatz. Abmarsch (mot.) zum Königsstuhl (5 min.). Daselbst Gruppenfotos m. Rhein o. Festplatz. Feine Nasen verspürten noch außerhalb Rhens den sowohl die Binnenschifffahrt als auch den "Goldenen Stern" prägenden Geruch von Dieselöl. Dann aber ab nach Hause. Schlocks Schlußwort des Jahres auf die Bemerkung zweier Königstuhl-Touristen ("das ist ja wie im Film"): "Das ist kein Film, das ist echt!"Nächste Tour: 09. - 12.09.2010. Tourmaster: Schoko (?); Details: noch viel später, indes auch noch unklar. Aber es wird schon werden. Coda.
Kommentare:
Webby, Sonntag, 13. September 2009, 16:05 Uhr
Ein Dankeschön von Herzen an den diesjährigen Tourmaster, der uns gute Ausblicke und erhellende Einsichten ermöglichte. Und dass er auch noch ein Stadtfest in Rhens organisiert hat, um unserer Ausgelassenheit freien Lauf zu lassen, verdient nicht nur Respekt, sondern fraglos auch ein Extralob. Kein Wunder, dass da nicht nur die Sonne an allen Tagen lachte!
Geheimrat F, Montag, 14. September 2009, 09:33 Uhr
Großes Kompliment an den Tourmaster. Eine wunderschöne Tour, die bleibende Eindrücke hinterläßt. Einzig der zu niedrige Wasserpegel des Rheins hätte besser organisiert werden können. (z.B. alle Herrenwanderer hätten schon 20Jahre vorher nur beim Duschen uriniert. Als homo sapiens müssen wir solche Dinge eben besser steuern!)
Danke auch an Webby für die gelungene Express-Zusammenfassung
Webby, Montag, 14. September 2009, 10:42 Uhr
Ehre, wem Ehre gebührt: Die "Express"-Zusammenfassung stammt natürlich von O’ Hara; ich habe mir lediglich erlaubt, einige Bilder einzustellen (die ich – in aller Bescheidenheit – noch nicht mal selbst gemacht habe).
Joe, Montag, 14. September 2009, 15:06 Uhr
Stephaan, wir danken Dir!
Super-Tour mit Super-Wetter !!!
O''Hara: Kompliment, wenn man bedenkt, daß keiner die Tour besser zusammenfassen hätte können, mit Augenzwinkern zum Detail, und dabei in so geschwinder Zeit. Wie immer - so schätze ich nämlich - ist der ganze Text unserem Tulius Redefluß einfach so in die Tasten geflossen. Ehre, wem Ehre gebührt.
Dubai-Daum, Montag, 14. September 2009, 21:45 Uhr
Danke, Webby!
Danke, O`Hara!!
Danke, Dr. Porst!!!
G. S�lz, Dienstag, 15. September 2009, 06:02 Uhr
Danke, Danke, Danke,........was is n das fürn Gesülze hieeeer?!!!!
D. Anke, Dienstag, 15. September 2009, 06:55 Uhr
.......................und Stephan, was ich Dir noch sagen wollte: DANKE!!!!!!
Stevie B., Dienstag, 15. September 2009, 11:52 Uhr
DANKE, ANKE!
Und vor allem Dank an alle Herrenwanderer, ohne deren disziplinierten Schritt und routinierten Tritt der Terminplan in den Rhein gekippt und schnell auf Grund gestoßen wäre - bei vorherrschendem Niedrigwasser.
Aber so hat doch alles geflutscht, gell Joe?! Wo Du doch so auf den "verlängerten Rücken" (Klasse O'Hara!) stehst.
Jetzt kann ich als zufriedener Mann sterben...
Aber vielleicht können wir ja noch das ein oder andere Mal Wandern oder's einfach flutschen lassen!!!