[ zur�ck ]
Montag, 31. Mai 2010, 06:44 Uhr
What a wonderful world....
Nur ein paar Gedanken...
Während sich unsere Truppen am Hindukush bemühen, den Terrorismus abzuwenden und die Demokratie zu stärken, trifft die Titanic auf der Rückseite der aktuellen Ausgabe mit Blick auf die im Wortsinne "aussichtslose" Aktion wie so oft den schmerzlich zutreffenden Ton.
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Am Samstag traf auch die 19-jährige Lena in Oslo zutreffende Töne sowie die Herzen aller und nahm ganz Europa im musikalischen Handstreich. Immerhin wird die sorgenvolle Zukunft unseres Landes ebenso wie BP’s sprudelnde und der Stärke der Natur harrende Quelle wenigstens für Stunden oder Tage medial auf die Plätze verdrängt. Danke, Lena.
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Kommentare:
Gehimrat F, Montag, 31. Mai 2010, 08:54 Uhr
Finde es nicht gut, daß man soviel Aufhebens um eine so banale Sache wie den Grandprix macht und damit unseriöse Zeitschriften titeln. Brot und Spiele kann ich da nur sagen. Wir sollten viel mehr mit den Naturkatastrophen und den politisöchen Fehlentwicklungen konfrontiert werden. Mutter Natur und Vater Staat sind arg in Bedrängnis.
Wbby, Montag, 31. Mai 2010, 09:37 Uhr
... und auch Dein "Spitzname" gerät immer mehr in Bedrängnis. Das kleine "e" hast Du schon drangeben müssen.
O�a, Montag, 31. Mai 2010, 11:28 Uhr
In Zeiten größter Not funktioniert gezielte Ablenkung immer am besten. Verdrängung ist das Gebot der Stunde.
Prsident, Montag, 31. Mai 2010, 12:37 Uhr
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Joe, Montag, 31. Mai 2010, 14:50 Uhr
Um ehrlich zu sein, es fällt schwer, etwas Profundus zu all diesen Dingen zu sagen.
Lena: interessanter Hype der Nation. Wahrscheinlich aber auch erklärlich als Reaktion auf all die Scheiß-Meldungen in den letzten Monaten. Man sehnt sich ja förmlich nach so etwas Unbeschwertem
BP und das Öl: einfach nur schlimm im Kubik. Zeigt in Potenz die Raffgier der Menschen, die Nachlässigkeit gegenüber unserer Umwelt und die Unfähigkeit, die Konsequenzen in den Griff zu bekommen.
Köhler: Der Mann ist empfindsam und sicherlich kein Typ wie Kohl oder Bouffier. Ich kann ihn verstehen. Es müßte in seiner Position auch mal möglich sein, etwas zu sagen, ohne das es zerredet wird und der höchste Mann im Staat angepißt wird ("Schwadroneur im Schloss Bellevue" -> Süddt. Zeitung). Tugenden wie Respekt o.ä. sind heute Fremdworte.
Afghanistan: War und ist ein schwieriges Thema!
O�Hara, Montag, 31. Mai 2010, 15:23 Uhr
Köhler ist ein Weichei. Ein Bundesminister kann auch nicht einfach bzurücktreten, sondern muss auf Ersuchen des BPräs weitermachen, bis ein Nachfolger bestimmt ist. Ein Rücktritt des BPräs ist in der Verfassung überhaupt nicht vorgesehen. Dass man Köhler vor dem BVerfG wegen Verletzung des GG angeklagt hätte (Art. 61 GG) war nicht zu erwarten. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.
Weichhai, Montag, 31. Mai 2010, 18:58 Uhr
Tja--dann hat de Köhler wohl seinen Job geschickter gewählt.
Aber ganz im Ernst: Was is besser? Einer der bloß weitermacht weil er muss, oder eben einer der geht wenn er denkt es sei an der Zeit?
Schiffe sinken so schnell auch nicht, insbesonder nicht im Öl..
ach nee, daet war ja jenau umgekehrt!
G�uido und sein Br�derle, Dienstag, 01. Juni 2010, 02:59 Uhr
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Superklasse - wir können reden was wir wollen und müssen überhaupt nicht zurück treten. Das Geschwätz mit der Dekadenz und den Steuern war schon knapp, aber keiner konnte was richtiges meckern. Wenn jetzt noch die Angie schlapp macht, dann hab ich es endlich geschafft: König, ... ähhh... Kanzler.
Joe, Dienstag, 01. Juni 2010, 15:26 Uhr
Noch mal zu Köhler:
Nach Querlesen der Kommentare halte ich folgenden Satz für ziemlich zutreffend: Mann und Amt passten irgendwie einfach nicht richtig zusammen.
Zwar bleibe ich bei meiner Aussage, daß es heute an vielen Stellen an Respekt mangelt, und ich Köhler irgendwie verstehen kann. Andererseits hat er ein Amt mit großer Verantwortung angetreten, welches nicht recht mit solch einem Verhalten eines Beleidigtseins in Einklang zu bringen ist.
Aber mal ehrlich: von außen hat man immer gut reden. Wer von uns wollte den Job machen, und insbesondere gut machen?
Geheimrat F, Dienstag, 01. Juni 2010, 17:13 Uhr
Gebe meinem lieben Blutsbruder vollkommen recht. Ich habe neben dem mangelnden Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten und der unangemessenen, die Aussagen Köhlers bewußt fehlinterpretierenden Kritik von Seiten der politischen Gegner, vor allem die öffentliche Unterstützung Köhlers von Frau Merkel vermisst. Trotzdem scheint mir Köhlers Verhalten nicht angemessen. Er kann nicht einfach ein solches Amt niederlegen, falls nicht weitere gewichtige, uns nicht bekannte Gründe dazu kommen.
O Hara, Dienstag, 01. Juni 2010, 19:45 Uhr
Der BPräs erhält seine Bezüge iHv 280.000 Euro bis an sein Lebensende. Das ist o.k. Wennn er seinen Job gemacht hat. Daran fehlt es. Schade, es gibt keine wahren Verantwortlichen mehr.
Geheimrat F, Mittwoch, 02. Juni 2010, 06:02 Uhr
Soweit ich informiert bin erhält er 199000€ bis an sein Lebensende. Die weiteren 81000€ sind für mit der Amtsführung verbundene Kosten, die nach Amtsende entfallen.
Wieviele Jahre war Herr Köhler eigentlich im Amt? Wie lange waren es frühere Bundespräsidenten?
O�Hara, Mittwoch, 02. Juni 2010, 10:17 Uhr
Gut. Bushido. Die aktuellen Zahlen sind etwas höher. Das Grundgehalt des BPpräs beträgt 10/9tel des Amtsgehaltes der BKzl´in. Seit 2009 etwa 251.000 € im Jahr. § 1 des Gesetzes über die Ruhebezüge des Bundespräsidenten lautet: "Scheidet der Bundespräsident mit Ablauf seiner Amtszeit oder vorher aus politischen oder gesundheitlichen Gründen aus seinem Amt aus, so erhält er einen Ehrensold in Höhe der Amtsbezüge mit Ausnahme der Aufwandsgelder." Bleibt noch zu klären, ob er aus "politischen Gründen" ausgeschieden ist...
Webby, Mittwoch, 02. Juni 2010, 11:30 Uhr
Aus meiner Sicht stellt sich die Sache wie folgt dar: Köhler hat offenbar schon länger den aus seiner Sicht nötigen Rückhalt aus dem Bundeskanzleramt vermisst und jetzt nach einem Grund gesucht, mit einigermaßen gewahrtem Gesicht den Rückzug anzutreten. Ich frage mich, warum er sich vor etwa einem Jahr überhaupt noch einmal hat wählen lassen. Die "FAZ" hat ihn als Fahnenflüchtling bezeichnet. Das ist ein hartes Wort, aber irgendwie auch passend. Es kann nicht sein, dass ein Bundespräsident zurücktritt, weil er sich zu Unrecht kritisiert fühlt – und dann das Ganze noch damit rechtfertigt, Kritik dieser Art beschädige das Amt. Das Amt hat Köhler selbst jetzt am schwersten beschädigt. Wo war hier das Rückgrat des höchsten Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland? Ich halte dieses Befindlichkeiten-Rührstück jedenfalls für ein jämmerliches Schauspiel. Jetzt werden wir mit Inge Meysels Nachfolgerin leben müssen – einer systemkompatiblen Vollblutpolitikerin, die unserer Kanzlerin nach dem Munde reden wird.
Guido, Mittwoch, 02. Juni 2010, 12:25 Uhr
Es ist eben nicht alles Gold was vom Vater Staat kommt. Deswegen baut man ja auch besser auf Freiheit und Eigeninitiative wo immer es möglich ist.
M�ahner in der W�ste, Mittwoch, 02. Juni 2010, 13:05 Uhr
Der Beitrag von Guido scheint mir würdig für die morgige Headline in der FAZ. Ein idealer Impuls um die FDP von ggw. 3% steil nach unten abfallen zu lassen. Die Konsequenzen von Freiheit und Eigeninitiative sehen wir bei unkontrollierten Finanzmärkten und im von britischen Petroleum durchfluteten Golf von Mexico.
Schoko, Mittwoch, 02. Juni 2010, 14:03 Uhr
Herr Köhler hätte seine Bezüge ja auch weiterbekommen, wenn er nach der ersten Amtszeit nicht mehr angetreten wäre, oder?! Insofern hat er uns ja gewissermassen Geld gespart, da sein Nachfolger später den Ehrensold erhält.
Im übrigen ist mir es egal, wen ich als Bundespräsidenten vorgesetzt bekomme - ich finde das ganze Verfahren affig und fühle mich beleidigt, wenn eine Person, die von den Parteien ausgekungelt wurde dann auch noch von der Bundesversammlung (wieder nur die Parteien) gewählt wird mit dem Ausspruch "Das ist Euer Repräsentant". Das mindeste an Respekt, den diese Kaspern uns entgegenbringen könnten, wäre ja doch wohl, dass wir entweder die von ihnen vorgeschlagenen Kandidaten zur Wahl gestellt bekommen oder dass sie aus vom Volk gewählten Kandidaten auswählen dürfen oder aber dass die Bürger in jedem Wahlkreis einen oder zwei Wahlmänner wählen (in einfacher Mehrheitswahl, jeder kann da vorgeschlagen werden), die dann einen aus ihrer Mitte zum Bundespräsidenten küren. Aber bis die Dämels begreifen, dass sie unser Land systematisch zugrunde richten, müssen wir wohl noch ein wenig tiefer in die Krise...
Naturfreund, Donnerstag, 03. Juni 2010, 08:28 Uhr
Die Dämels sind immer stärker.
W��hler, Donnerstag, 03. Juni 2010, 11:11 Uhr
Die Dämels..., ähhh, die Parteien haben die Willensbildung des Volkes übernommen. Die erforderliche 2/3-Mehrheit zur (gebotenen) Änderung des Grundgesetzes für eine Direktwahl des BPräs findet sich zwar im Volk, aber nicht im Bundestag. Und Machtverlust in Personalfragen will keiner der Polit-Profis. Also müssen wir auf eine Revolution, einen Krieg oder ein anderes "umwerfendes" Ereignis warten.
W., Donnerstag, 03. Juni 2010, 19:08 Uhr
Das Ereignis ist soeben eingetreten: WUFF, ähhh: WULFF!