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Freitag, 11. Juni 2010, 06:57 Uhr
Die redlichen Atomstrom-Herren
Das Sparpaket wird konkret: Die Energiekonzerne sollen künftig eine neue Steuer zahlen, werden die Kosten aber wohl den Verbrauchern aufbürden. Experten zufolge sollte eine vierköpfige Familie damit rechnen, rund 60 Euro im Jahr mehr für Strom bezahlen zu müssen. Das berichtet die "Hamburger Morgenpost" unter Berufung auf Branchenkenner des Internetportals Verivox. Grundlage der Berechnung sind Äußerungen eines Sprechers des Bundesfinanzministeriums, wonach eine Strompreiserhöhung um 1,5 Cent je Kilowattstunde realistisch sei.
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Bärbel Höhn, warf dem Finanzministerium in der "Hamburger Morgenpost" vor, es lade "die Konzerne geradezu ein, ihre Kunden durch Preiserhöhungen abzuzocken". "Nach den Gesetzen des Marktes dürfte der Strompreis durch die Brennelementesteuer nicht steigen. Die 1,5 Cent müssten voll zu Lasten der Gewinne der Atomkonzerne gehen."
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Kommentare:
Joe, Samstag, 12. Juni 2010, 12:40 Uhr
Rein technisch würde es mich interessieren, wie man es erreichen könnte, daß tatsächlich mal nur die Konzerne bzw. deren Gewinne abgeschöpft werden, ohne daß diese genau das wieder an die Endverbraucher weitergeben.
Dies erscheint mir nämlich eines der Grundprobleme, daß die Zeche letztendlich immer wieder nur von uns gezahlt wieder, wobei so Typen wie Ackermann und Konsorten das am Arsch vorbeigeht.
Es gibt ja nach wie vor auch immer noch Autofahrer, die preschen mit einem Porsche Cayenne an Dir vorbei, wobei vollkommen wurscht ist, daß das Fahrzeug ca. 20 Liter/100 verbraucht, und wie teuer der Sprit ist.
All diesen Arschlöchern gehört mal der Hahn abgedreht, aber das ist selbst für einen optimalen Gesetzgeber wohl ein "ultra posse nemo obligatur".
O�Hara, Samstag, 12. Juni 2010, 22:56 Uhr
Joe, Du weißt doch: Die im Porsche sind eben fleißiger als wir - da dürfen die ruhig mal ein bisschen mehr Sprit verbrauchen. Die Stromindustrie (meine erste berufliche Heimat) hat (seit dem Reichsenergiewirtschaftsgesetz von 1936) ein Oligopol - da kommt keiner ran. Schade, dass ich nicht geblieben bin. Preußen Elektra hatte mir damals in Hannover einen 3er BMW als Dienstwagen (kongrredd, weissu!) und verbilligtes Benzin bei der hauseigenen Tankstelle (!) angeboten - aber ich musste ja unbedingt zur Justiz. Du weißt warum!
Joe, Sonntag, 13. Juni 2010, 18:19 Uhr
Das zeichnet eben einen Blutsbruder in spe gegenüber einem Lobbyisten aus.
ENANAB, Sonntag, 13. Juni 2010, 22:05 Uhr
Ich bin für die Einführung der Reifenluftdruckmesssteuer (Mo.Fr.), Hoppla...ich meinte Abzocke, nein natürlich ABGABE.
Wenn das nicht reicht eine Kopfpauschale zur Strassenbeleuchtung und für Armleuchter.
Was soll der Verwaltungsirrsinn???
Wem fällt solcher Schwachsinn ein?
Ach da wär noch ne neue Idee:
Die Bundestagswahlabgabe, es gibt 25% Ermässigung während der WM, falls noch in der fraglichen Zeit gewählt wird.
Und on top:
Atemluftsteuer (nur für Lebende!)