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Sonntag, 13. Juni 2010, 06:02 Uhr
Quo usque tandem abutere....
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...Mutti patientia nostra?
Das Kanzleramt lässt ohne Absprache im Innen- und Justizministerium Gutachten über zu Guttenberg erstellen. Muttis Machterhaltungs-Mechanismen. Der Schoß scheint fruchtbar noch, aus dem sie kroch: Besser hätte es das MfS in der DDR auch nicht gekonnt. Wenn die Kürzung des Elterngeldes für Harzt-IV Empfänger schon aus den eigenen Reihen (CDU-Sozialausschüsse) kritisiert und eine Lasrtenverteilung auch auf breitere Schultern angemahnt wird, stimmt dies bedenklich. Die Wahrnehmung einer erhofften (außen)politischen Bedeutung des "gewählten" Vorsitzenden der FDP (Zitat: Leutheuser-Schnarrenberger) auf dem Bild oben links gelingt gegenwärtig beim besten Willen nicht. Immerhin schätzen ihn noch 24% der Bevölkerung (U. Priol: 24% - ach, Du liebe Zeit, immer noch so viele, des is ja furchtbar). Vielleicht kommt er heute abend in der Halbzeitpause zur Geltung. Ohne erkennbare Funktion: Brüderchen Wirtschaftsminister. Im Nebel: Niebel u.a. Meine Wette (damit ein bißchen Spannung aufkommt): Neuwahlen noch vor der Herrenwanderung. Dafür eine Runde Ramazotti (Titte: Kamillentee).
Kommentare:
Webby, Dienstag, 15. Juni 2010, 11:01 Uhr
Ehre, wem Ehre gebührt. Im Ernst: Das mit den "50 Jahren" im Beitrag von O’ Hara hatte ich überlesen – und ich denke, wir können uns alle darauf einigen, dass es in den letzten 50 Jahren auch Arme gab und dass die mindestens 30 Jahre lang auch immer reicher geworden sind ... ein bisschen zumindest. Und dass es viele Faulenzer gibt, die unser System ausnutzen, dessen bin ich mir bewusst – und das widert mich genauso an wie Dich. Es passt auch nicht ins Bild, dass viele „sozial Schwache“ pausenlos Handygespräche führen, einen Flachbildmonitor haben und im Sommer mehrere Wochen nach Mallorca fliegen. Ich verstehe auch nicht, warum es zur Grundversorgung eines Bürgers gehören muss, einen Fernseher zu besitzen. Ein Radio wäre völlig ausreichend (keine Ironie jetzt!). Trotzdem: In den letzten zehn Jahren geht die Schere zwischen den wirklich Armen und den wirklich Reichen immer weiter auseinander. Das Sparprogramm der Regierung gießt hier Wasser auf die Mühlen und ist in meinen Augen an vielen Stellen verbesserungswürdig. Das müsste eigentlich auch zumindest ansatzweise rauskommen, wenn das Volk das Maul aufmacht (auf das man schaut), oder? (In der WamS wird man hingegen seltener kritische Stimmen finden.)
O�Hara, Dienstag, 15. Juni 2010, 12:42 Uhr
Wie schön: Ich korrigiere mich bezüglich der ersten 30-40 Jahre und hinsichtlich der Stetigkeit. Was für mich bleibt, sind die letzten 10 Jahre und vor allem der aktuelle Befund und dessen Bewertung in unserem Forum. ich will doch nicht, dass wir zu Kreuze kriechen, aber dieses "Weiter so, Deutschland" funktioniert nicht mehr. Ich freue mich grundsätzlich über Deine positive Sicht der Dinge und freue mich mit Dir, wenn es für Dich persönlich gut läuft. Ich meine aber, dass Du gegenwärtig die Gesamtlage zu rosig bewertest. Bei www.welt.de sieht es auch nicht besser aus als bei Spiegel Online.
Joe, Dienstag, 15. Juni 2010, 14:34 Uhr
Halte Webby's sehr fein abgewogenen Kommentar für 100% zutreffend. Wenn er mit dem Programm eine Partei gründen würde, ich wäre dabei!!
Übrigens, bei "dem Volk auf's Maul schauen" kann ich als Amtsrichter allemal mitreden; immerhin blicke ich mittlerweie auch schon auf eine fast 20 Jährige Berufserfahrung zurück.
Fakt ist, daß in den letzten Jahren die Anträge auf Gewährung von Prozeßkostenhilfe zugenommen haben, bei etwa gleichbleibender Anzahl von Prozessen. Fakt ist auch, daß - soweit mir bekannt - die Zahl der Insolvenzen und Privatinsolvenzen zunehmend ist. Beides auch ein Indikator für eine finanzielle Verschlecherung im bereits geschilderten Sinne.
O' Hara, Dienstag, 15. Juni 2010, 16:44 Uhr
Ich gehe davon aus, dass die Korrekturr der "50" und des "stetig" den Dissens in unserer Diskussion nicht beseitigt hat. Den Fakten von Bushido sehe ich weiter gerne entgegen. Allein des "Volkes Maul" reicht mir da nicht. Ich warte im Übrigen gerne ein paar Tage, bis die Lektüre des Armutsberichts erfolgt ist.