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Freitag, 25. Juni 2010, 15:29 Uhr
Politisch peinliche Panamera-Panne
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Altersweisheit? Aber wieso denn. Eher Torschlusspanik. Der baden-württembergische Landtagspräsident Straub hatte einen kurzen Traum von Glück: Nach einer Probefahrt mit einem Porsche Panamera wollte er sich - dem Zeitgeist entsprechend - das Auto als neuen Dienstwagen zulegen. In weiß - wie die Weste. Aber natürlich nur das günstige Modell mit 300 PS für knapp 76.000 Euro. Bislang nutzte er einen Mercedes S 500. Nach vernichtender Kritik in der Öffentlichkeit lässt er es nun bleiben. Eigentlich ungerecht, liegen doch die klassischen Dienstwagen für Minister und Landtagspräsidenten S-Klasse, 7er und A 8 wie der Billig-Porsche im gleichen Preissegment. Aber das System lebt. Der Autor dieser Zeilen durfte vor 20 Jahren in der Energiewirtschaft auch keinen reduzierten Ledersessel für 798,- DM bestellen, sondern musste 1.350,- DM für einen mit Stoff bezogenen Schreibtischstuhl ausgeben. Leder hatten eben nur die Abteilungsleiter. Und Porsche fahren nur Rechtsanwälte.
Kommentare:
Joe, Freitag, 25. Juni 2010, 16:15 Uhr
Politisch gefährlicher Beitrag - es droht eine erneute Neid-Debatte mit Betroffenheitslyrik!
Meiner-Einer fragt sich dagegen: ein Mercedes S 500? Ein Audi A 4 täte es auch, oder? - Autsch!
R��sselsheimer, Freitag, 25. Juni 2010, 16:38 Uhr
Heimatkunde tut not, mein lieber. Audi scheidet aus, da er in Bayern gebaut wird. Es kommen tatsächlich nur Mercedes oder Porsche in Betracht. Standortsicherung nennt man das. In Hessen wird Opel nur von niederen Chargen gefahren. Im oberen Segment setzt ein Insignia eben keine Zeichen. Früher war alles besser: Holger Börner fuhr als parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium einen Opel Admiral aus Rüsselsheim: "Ich bin Hesse und muß aus weltanschaulichen Gründen Opel fahren." Der damalige (1971) Wissenschaftsminister, Professor Hans Leussink, fuhr auch Opel, begnügte sich aber nicht mit einer Motorleistung nach Dienstvorschrift. Ein Diplomat V 8 mit der amerikanischen 5,4-Liter-Maschine sollte es schon sein. Der Reichste im Kabinett, der altruistische Unternehmer Rosenthal, fuhr einen vollausgestatteten VW-Bus, indem er seiner Sekretärin Briefe diktierte. Das waren noch Zeiten.
Dubai-Daum, Samstag, 26. Juni 2010, 06:38 Uhr
Others like big cars, I like big muscles!
Oder: Wenn ich schon scheiße aussehe, muss wenigstens mein Auto was hermachen!!!