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Donnerstag, 30. September 2010, 14:58 Uhr

Demokratie in Deutschland anno 2010

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Die Proteste am Baugelände des Milliardenprojekts„Stuttgart 21“ eskalieren – nun räumt die Polizei mit Gewalt. Im Schlossgarten hatten sich Tausende Demonstranten versammelt, etliche blockierten die Zufahrten. Die Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot und Wasserwerfern an. Wir tun wirklich alles, damit es nach Mutti Merkels Willen geht ... und Mutti tut alles, damit die Interessen der Wirtschaft bedient werden. Wie schreibt Richard David Precht so treffend?: Unsere Volkswirtschaft wächst immer weiter und spekuliert auf fortwährendes Wachstum. Der Ausverkauf der Moral wird beschleunigt, und dennoch fühlt sich die Bevölkerung, viele Umfragen bestätigen dies, seit Ende der sechziger Jahre nicht mehr glücklicher. Wir verbrauchen immer mehr Ressourcen, plündern die Umwelt und unterspülen die Fundamente der Moral, und am Ende sind wir nicht zufriedener als vorher. Eine neue Idee von Wachstum zu entwickeln wäre die wichtigste Aufgabe unserer Wirtschaftspolitik. Aber dies wird nicht diskutiert. Viel lieber lässt Mutti zum Wasserwerfer greifen.
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Kommentare:

H. B�rner, Betonfacharbeiter u. MP a.D.), Donnerstag, 30. September 2010, 15:32 Uhr

In Hessen haben wir da (z. B. bei westlichen Startbahnen) gute Erfahrungen mit Dachlatten.

 

G�nter Sare, Donnerstag, 30. September 2010, 15:33 Uhr

Ja, und an den Wasserwerfer (WaWe Nr. 5) kann ich mich auch noch sehr gut erinnern...

 

P�olizei-Freund (immer noch), Freitag, 01. Oktober 2010, 07:15 Uhr

Mal im Ernst: Mehr und mehr gewinne ich bei diesen Meldungen den Eindruck, dass unsere Regeln für das Verhalten zwischen Bürger und Staat nicht mehr zur Geltung kommen. Natürlich war die Aufforderung der Polizei, das Gelände zu verlassen korrekt und natürlich war die Polizei dann auch befugt, diese Anordnung durchzusetzen. Dennoch gibt es zum Nachdenken Anlass.... Und ums "Wachstum" ging es ja gerade nicht, wo doch die in den Himmel wachsenden Bäume gefällt werden sollten ;-)

 

Dragoslav, Freitag, 01. Oktober 2010, 07:58 Uhr

Lebbe geht weider ...

 

Ein B�rger, Sonntag, 03. Oktober 2010, 15:11 Uhr

Was gerne in der Demokratie neuerdings? vergessen wird:
Auch die Rechte der anderen sind zu berücksichtigen.
Heute hab ich oft den Eindruck, daß 50,01 % Stimmen genügen sich einen Dreck um die übrigen 49,99 % zu scheren.
Zudem verdrängen unsere Politikdarsteller nur zu gerne daß sie häufig nur als das "kleinere Übel" gewählt wurden, nicht etwa weil sie allg. als "Klasse" eingestuft werden.

 
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