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Dienstag, 01. März 2011, 07:28 Uhr

Vincit Veritas

Ich find es echt prima und super gradlinig, dass zu Guttenberg nach Verlust seiner (noch nicht abschließend geprüften) Promotion nun auch die Angabe "Prädikatsexamen" auf seiner Homepage entfernt hat. Er hatte nämlich ein bayerisches 1. Staatsexamen mit der Note "Befriedigend". Den Begriff "Prädikatsexamen" kennt man in der Juristerei bei Noten ab 9,0 Punkte (von max. 18 Punkte) (Notenstufe: Voll befriedigend). In Bayern (und Ba-Wü) sind von Alters her neben den "Durchgefallenen" und den "Bestandenen" (Ausreichend); alle anderen Noten stellen "Prädikat" dar (Befriedigend in Bayern ist bundesweit sog. "kleines Prädikat"). Das ist sicherlich für manchen Erbsenzählerei, Guttenberg hat diesen (bei bundesweiter Gesamtschau unrichtigen) Hinweis sicher aus sachlichen Gründen auf seine Homepage genommen.

Er ist eine Enttäuschzung, ein Blender und macht mehr Wind als die Gorch Fock je wird vertragen können. I’ch empfehle als seine Abschiedsveranstaltung eine Rede auf einer Promotionsfeier einer Bundeswehrhochschule (Arbeitstitel: "Die Dienstpflichten des stuudierenden Soldaten bei der Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten").

Kommentare:

Webby, Dienstag, 01. März 2011, 09:53 Uhr

Guttenberg wird gehen müssen, weil Mutti jetzt auch zunehmend unter Druck gerät. Ich gebe ihm noch maximal zwei Wochen im Amt.

 

Webby, Dienstag, 01. März 2011, 10:07 Uhr

... da war ich wohl etwas zu großzügig. Offenbar tritt er jetzt gleich schon zurück.

 

KT, Dienstag, 01. März 2011, 13:55 Uhr

Vom Mob getrieben - ich weiche nur der Gewalt des Pöbels.

 

Webby, Dienstag, 01. März 2011, 14:39 Uhr

Ich find's konsequent, dass er zurückgetreten ist – und aus heutiger Sicht hätte er das eigentlich schon vor einigen Tagen tun müssen. Aber das Aphrodisiakum der Macht lässt selbst Guttsherren an den Sesseln der Macht kleben ... uns würde das vielleicht nicht anders gehen. Trotzdem hat er mir irgendwie leid getan, als er heute seinen Rücktritt verkündet hat, und ich glaube auch, dass er mit sich selbst und dem Anspruch, den er an sich selbst hat, jetzt durchaus im Clinch liegt. Aber: Er hat seinen Doktortitel mehr oder weniger "abgeschrieben" und muss deshalb jetzt konsequenterweise dafür büßen. Und wir müssen uns wieder mit den alten Pappnasen begnügen, mit den sogenannten Durchschnittspolitikern. Trotz aller gerechtfertigten Vorwürfe gegen KT: Er war schon ein eigener Charakter und hat irgendwie frischen Wind in die müde Berliner Truppe gebracht. Dort dürften jetzt nicht wenige froh sein (egal, welcher Couleur), dass er seinen Posten räumen musste.

 

Schlock, Dienstag, 01. März 2011, 20:17 Uhr

Eigentlich schade...
ernst gemeint!
Der Mann hatte die Fähigkeit mal etwas Positives rüberzubringen, bei den Berliner Kleingeistern schon lobenswert.
Allerdings, er hat wohl Politik unterschätzt, es ist halt ein Drecksgeschäft.
So einer wie er hat gestört, und zwar alle!
Bin mal gespannt, wer den heissen Tip mit der Dr.arbeit gegeben hat...
Laden wir ihn mal zur nächsten HE-wa ein.

 

Webby, Dienstag, 01. März 2011, 21:07 Uhr

Und sein Doktorvater, der sich jetzt empört äußert (und damit von eigenen Fehlern reinwaschen will), gehört auf den Mond geschossen. Zusammen mit der publicity-geilen Alice Schwarzer und diesem unsäglichen Sch(a)van!

 

Angela Merkel (Mutti), Mittwoch, 02. März 2011, 07:25 Uhr

"Wir müssen uns nicht erklären lassen, was Anstand und Ehre sind."

 

O�Hara, Mittwoch, 02. März 2011, 11:16 Uhr

Dass KT auf "alle" politischen Ämter verzichtet, macht für mich deutlich, dass er nun (endlich) die Dimension seines Fehlverhaltens erkannt hat. Ein zu erwartender Antrag auf Aufhebung der Immunität als Abgeordneter durch die zuständige Staatsanwaltschaft wäre doch allzu peinlich. Der Umfang der Täuschung bei seiner Diss. ist nicht im geringsten geklärt. 300 von 400 Seiten "plagiiert" - das ist kein Versehen sondern strafrechtlich relevanter Vorsatz. Das tumbe Volk vermag dies nicht zu erkennen oder will es gar nicht, weil man sich einfach freut eine "Lichtgestalt" gehabt zu haben. Er wird letzlich als halbfertiger Juriost in der Versenkung verschwinden.

 

Webby, Mittwoch, 02. März 2011, 11:40 Uhr

Hey, O’ Hara, da hätte ich Dir aber mehr Realitätssinn zugetraut: "Er wird ... in der Versenkung verschwinden." Nie und nimmer: Schon jetzt gibt es Artikel, die sich fragen, wann er sein Comeback startet. Das Establishment wird ihn nicht fallen lassen, denn es weiß, wie wichtig Anstand und Ehre sind, gerade wenn es um Seilschaften geht. KT wird – zusätzlich zu seinem Familienvermögen, das sich auf Hunderte von Millionen Euro beläuft – natürlich auch eine lebenslange "Abfindung" für seine Verdienste als Minister erhalten. Bezahlt vom deutschen Volk, das ihn weiterhin liebt.

 
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