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Mittwoch, 02. März 2011, 11:43 Uhr

Master of Disaster: Prof. Peter Häberle

Dieser ehrenwerte Mann ist Prof. Peter Häberle, der Doktorvater unseres ehemaligen Verteidigungsministers. Er bekennt:„Die in der Promotionsschrift von Herrn zu Guttenberg entdeckten, mir unvorstellbaren Mängel sind schwerwiegend und nicht akzeptabel. Sie widersprechen dem, was ich als gute wissenschaftliche Praxis seit Jahrzehnten vorzuleben und auch gegenüber meinen Doktoranden zu vermitteln bemüht war." Die Aberkennung des Doktortitels sei die notwendige Folge gewesen.
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Noch am 16. Februar hat derselbe ehrwürdige Herr folgendes verlautbaren lassen:„Der Vorwurf ist absurd, die Arbeit ist kein Plagiat. Sie wurde von mir in zahlreichen Beratungsgesprächen eingehend kontrolliert. Herr zu Guttenberg war einer meiner besten Seminaristen und Doktoranden.“

Könnte es sein, dass Häberle einfach seinen Job nicht ernst genommen hat? Dass er damals selbstverständlich alles getan hat, um den Freiherrn zum Doktor zu machen? Und dass er jetzt – nachdem sich auch die anderen von KT abgewendet haben – einfach nur seine Haut (= sein Ansehen) retten will?

Kommentare:

Dieter Bohlen, Donnerstag, 03. März 2011, 10:41 Uhr

Lasst den Mann in Ruhe, er hat genug gelitten!

 

P�oor le Merite, Donnerstag, 03. März 2011, 10:59 Uhr

Peter Häberle, seit 1997 bereits Träger des Bundesverdienstkreuzes, betreute als Doktorvater von etwa 2000 bis 2007, somit über seine 2002 erfolgte Emeritierung hinaus, die Dissertation von KT. Die Arbeit wurde Anfang 2007 mit der Bestnote „summa cum laude“ bewertet. Am 11. Juli 2007 wurde H. - 5 Jahre nach seiner aktiven Berufszeit - vom bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber für "besondere Verdienste um das Bayerische Volk und den Freistaat Bayern" mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. "Do ut des" - das Leben ist ein Synallagma.

 

V�erwaltungsrichter, Donnerstag, 03. März 2011, 15:06 Uhr

"Was Guttenberg gemacht hat, ist Täuschung im Sinne dessen, was die Verwaltungsgerichte bislang geurteilt haben", sagte ein Mitglied der Bayreuther Kommission zur Selbstkontrolle in der Wissenschaft dem Magazin Stern. Ich sag ja immer - es gibt noch verfasszungstreue und feste Größen in unserem (Rechts)Staat.

 

Geheimrat F, Donnerstag, 03. März 2011, 18:28 Uhr

Bei diesem ganzen Schmierentheater haben neben Herrn zu Guttenberg viele Beteiligte ein erbärmliches Schauspiel geliefert.

Meine Meinung:
1. Hauptschuldiger Herr zu Guttenberg. Hätte viel früher alle Karten auf den Tisch legen und abtreten sollen. (Ein Vorgänger in seinem Amt hätte nach meiner Meinung allerdings wegen Verfehlungen in der Studentenzeit -Steinewerfen und Treten nach einem wehrlos am Boden liegenden Polizisten - sein Amt auch niedergelegen müssen)

2. Prof. Häberle hat entweder grob fahrlässig oder irgenwie frgl. motiviert eine Fehlbeurteilung abgelegt, die ein sehr schlechtes Licht auf die Wissenschaft wirft. Ich möchte allerdings auch gar nicht wissen wieviele Dr. Arbeiten wissenschaftlich anfechtbar sind. Wahrscheinlich sucht man schon nach neuen Opfern.

3. Die machtgeilen und offenbar Quoten neidischen Politiker der Opposition unterstützt von einer einseitigen Presse haben alles zum rechten Zeitpunkt angestossen. Das scheinheilige Getue, das hochnotpeinliche Verhör, die gespielte Empörung dieser Meute sind abstoßend.

4. Als Konsequenz sollten wir alle (Politiker, Bürger, Medien....) zu mehr Ehrlichkeit und Sachlichkeit zurückkehren. Jeder sollte vor erst vor seiner eigenen Haustüre kehren, bevor er sich zu moralischer Entrüstung aufschwingt.

 

Webby, Donnerstag, 03. März 2011, 20:05 Uhr

Zu 1) Sehe ich genauso, auch was den Steinewerfer angeht.
Zu 2) Sehe ich genauso.
Zu 3) Sehe ich genauso, muss aber anmerken, dass die Regierung (ebenfalls der "machtgeilen Meute" zuzurechnen) sich meiner Meinung nach in einem ähnlichen Fall ganz genauso verhalten hätte.
Zu 4) Sehe ich genauso.

 
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